Die Innenstadt lebt auf

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Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch zeigt auf einen Plan, der die Auslastung der Geschäfte in der Oldesloer Innenstadt zeigt. Bis auf wenige Flecken sind nahezu alle Geschäfte besetzt Foto: fnf

Ladenflächenmanager sieht Bad Oldesloe auf gutem Weg

Von Finn Fischer
Bad Oldesloe. Stefan Pötzsch hält zwei Pläne hoch, beide zeigen die Oldesloer Innenstadt. Auf dem einen sind große Teile des Stadtkerns rot markiert.

Er zeigt die Ladenflächen, die zu Beginn seiner Tätigkeit, Anfang 2012, als Ladenflächenmanager leer standen. Der andere Plan zeigt den aktuellen Stand. Nur noch ein paar rote Punkte sind darauf. Einer dieser Punkte war vor kurzem noch ein Geschäft in der Hindenburgstraße 16. Dort zieht – wenn alles nach Plan läuft – Ende August das Modegeschäft „Jugendliebe“ ein.
Trendbewusst, stylisch und jung soll der neue Laden von Inhaberin Regina Kempke sein: „Das hat Bad Oldesloe noch gefehlt. Das Angebot spricht hier bislang eher die älteren Generationen an“, findet die Geschäftsfrau, die seit drei Jahren ein Modegeschäft in Bargteheide betreibt und sich jetzt vergrößert.
Gerne Individualisten
„Was Frau Kempke abliefert, passt“, findet Pötzsch. Bei jeder Vermittlung geht es um Fingerspitzengefühl: „Bad Oldesloe ist auf dem Weg, sich zu finden.“ Übermäßig viele Filialen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Am liebsten sind ihm inhabergeführte Läden und Individualisten. Dadurch bekomme Bad Oldesloe ein unverwechselbares Gesicht.
Bürgermeister Tassilo von Bary ist mit der Arbeit des Ladenflächenmanagers zufrieden.„Die Innenstadt hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt. Viele Ladenflächen konnten einer neuen Nutzung zugeführt werden“, sagt der Verwaltungschef. Es gäbe eine neue Weinhandlung in der Hindenburgstraße, und „Wollywood“ hat ein Geschäft am Marktplatz bezogen. Das sind nur ein paar Beispiele.
Bald Outdoor-Laden?
Handlungsbedarf sieht der Bürgermeister jetzt beim Belag der Fußgängerzone selbst. „Die ist auch schon 30 Jahre alt. Da müssen wir was tun.“
Auch Pötzsch‘ Job ist noch nicht erledigt: Derzeit beschäftigt den Ladenflächenmanager das Ansiedlungsinteresse des Sportgeschäft-Filialisten Intersport. Außerdem besteht eine Anfrage eines großen Outdoor-Ausstatters aus Süddeutschland. Der Firmenname ist noch nicht spruchreif. Nach der Innenstadt ist die „Stabilisierung der Eingänge“ an der Reihe. Das größte Projekt ist der Abriss des Postgebäudes. „Dort entsteht eine neue Achse Richtung Innenstadt. Das wird sehr spannend.“ Geplant ist dort eine Kombination aus Vollsortimenter und einer Drogerie.
Auch die Entwicklung der Oldesloer Gewerbegebiete soll in Zukunft Thema werden. Eine Ausweitung des Angebots ist aber bislang nicht geplant. „Vor 30 Jahren war es Mode, dass Einkaufsmöglichkeiten an die Stadtränder verlagert wurden. Dieser Trend hat sich mittlerweile umgekehrt, zumindest in Bad Oldesloe“, so Pötzsch. In Lübeck sei das anders, sagt er und meint etwa die geplante „Citti-Park-Erweiterung“. Man schaut aufmerksam auch auf die Entwicklungen rund um die Kreisstadt. „Aber die Lage zwischen den Metropolen ist nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Chance.“
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