Die Kinderstadt öffnet am 19. Juli

Anzeige
Die Organisatoren von Stormini posieren vor dem Werbeplakat für das Event Foto: cs

Diesmal wird Stormini in Großhansdorf veranstaltet. Erstmals machen auch Flüchtlingskinder mit

Von Christina Schlie
Großhansdorf. Ein Bauschild entlang der Sieker Landstraße kündigt es an, hier tut sich in den nächsten Wochen viel. Auf dem Gelände des Emil-von-Behring-Gymnasiums entsteht vom 19. bis zum 25. Juli die Kinderstadt Stormini. 54 Großzelte, darunter allein 28 zum Schlafen, weitere für den Arbeitsbereich oder das Freizeitangebot.
Innerhalb der vergangenen acht Jahre seit der ersten Stormini Veranstaltung ist das Projekt des Kreisjugendrings zu einem festen Event geworden. Für die 250 teilnehmenden Kinder und über 150 Teamer werden mehr als 30 Tonnen Material in die Waldgemeinde geschafft. Dank der Unterstützung aus Politik, Kreishandwerkerschaft, der Bürger-Stiftung Stormarn sowie der Sparkassen-Stiftung ist die Finanzierung des Demokratie-Spiels, die in diesem Jahr 110.000 Euro kostet, gesichert. „Stormini ist eine Erfolgsgeschichte“, lobte Landrat Klaus Plöger das Projekt. „Hier wird auf leicht verständliche Art und Weise Demokratie und der Wert der Gesellschaft vermittelt. Die Kinder übernehmen Verantwortung“, betonte Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung Stormarn.
Am Sonntag, 19. Juli, ziehen die Kinder ein, nachdem sie sich von ihren Eltern verabschiedet haben. Sie erhalten ihren Ausweis, der gleichzeitig über das Stormini Grundgesetz informiert, eine Wahlbescheinigung und einen Gesundheitspass enthält und in dem ihr Arbeitstagebuch abgestempelt werden muss. Über 70 Arbeitsplätze stehen zur Verfügung. „Es freut uns besonders, dass die örtlichen Unternehmen sich so rege an dem Projekt beteiligen“, sagt Projektleiter Ansgar Büter-Menke. Von Montag bis Freitag stehen täglich zwei Mal zwei Stunden Arbeit auf dem Programm. 8,50 Stormark sind der Stundenlohn. Thematisch dreht sich in diesem Jahr alles um die Rechte der Kinder und so passt es, dass die Stormini Bewohner dazu aufgerufen sind, sich auch sozial zu engagieren. „Wir hoffen, dass die Kinder einen Teil ihres Gehaltes spenden“, so Uwe Sommer, Geschäftsführer des KJR. Das gespendete Geld wird in echtes Geld umgewandelt und an „Unicef“ und „School for Life“ gespendet. Beide Organisationen bieten in der Kinderstadt Arbeitsplätze an und wollen als entwicklungspolitische Bildungsprojekte über faire Arbeitsbedingungen, Diskriminierung und Sicherheit informieren. Neben der Arbeit hat aber auch die Freizeit einen hohen Stellenwert. Hier können die Kinder täglich zwischen verschiedenen Angeboten wählen. Erstmalig nehmen in diesem Jahr auch neun Flüchtlingskinder aus Stormarn teil.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige