Die Not mit der Garage

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Über eine Treppe erreichen Sparkassen- und Drogeriekunden die Parkplätze unter der Erde, viele sind ungenutzt Foto: stb

Parkplätze unterm Rathausmarkt weiter gesperrt. Stadt setzt Eigner eine Frist

Von Stella Bandemer
Ahrensburg
Rund 90 Parkplätze schlummern seit sechs Jahren unter dem Rathausplatz, während viele Ahrensburger tagtäglich im Ortszentrum bei ihrer Suche nach einem Parkplatz verzweifeln.
Lediglich ein paar Dutzend Flächen vermietet Jens-Jürgen Luserke, Eigentümer der Firma Miramar Luserke, die Eigner der Fläche unter dem Rathausmarkt ist. Dort können Kunden der Hamburger Sparkasse sowie Bürger, die bei Budnikowsky einkaufen, parken. Die restlichen Flächen sind unbenutzt. Bereits seit einem Jahr kämpft Christof Schneider, Mitglied im Seniorenbeirat, für die Öffnung der Garage. „Unser Ziel als Senioren ist es, selbstständig zu bleiben. Ohne Parkplatz in direkter Nähe wird das schwierig“, sagt er. Luserke versprach damals, er und die Stadt werden sich „in zwei bis drei Wochen einigen“. Auch aus dem Rathaus gab es positive Signale, sogar Pläne, den kompletten Raum unter dem Rathausmarkt zur Tiefgarage auszubauen, wurden öffentlich. Bis heute ist nichts passiert.
Christof Schneider lässt nicht locker: Es müsse bald was geschehen. „Eigentum verpflichtet“, betont er. Das gelte auch für Privateigentümer.
Eng wird es vor allem, weil in den kommenden Monaten durch die Sanierung des Lokschuppens in der Schlossstadt 540 weitere Parkplätze wegfallen, weitere Halteflächen durch Maßnahmen am Lindenhof und der Alten Reitbahn drohen zu verschwinden. Auf Nachfrage heißt es aus dem Rathaus, die Stadt führe mit dem Eigentümer ein baurechtlichen Verfahren. Verwaltungsmitarbeiter sollen Luserke vergangene Woche eine Frist gesetzt haben, die Brandschutzmaßnahmen nun zeitnah zu erledigen.
Laut Bauordnung dürfen Rettungsweg und Ausgang in unterirdischen Garagen nur 30 Meter entfernt sein. Dies gelte wohl nicht für die hinteren Flächen. Dort sei der Weg etwas weiter. Darum gibt es im hinteren Bereich der Garage eine Luke, die sich öffnet und auf dem Fahrweg führt Bär: „Dieser Ausstieg müsste vom Eigentümer abgesichert werden.“ Auch Bauamtsleiter Ulrich Kewersun sei mit Luserke im Gespräch. „Es muss jetzt mal was passieren“, sagt Rathaussprecherin Imke Bär.
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