Die Zwei von der Zapfstelle

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Christa Westphal (l.) und Birgit Käfer vom DRK-Blutspendeteam Großhansdorf Foto: M. Keil

Christa und Birgit umsorgen die Spender beim DRK-Blutspendedienst

Von Manuela Keil
Großhansdorf
Die Platten mit den belegten Schnittchen sehen lecker aus: Appetitliche Happen mit Ei, Käse, Wurst, Schinken, alles auf dem langen Buffet ist liebevoll zubereitet. Aber was haben die Schnittchen mit dem Blutspenden zu tun?
„Sie sind als Stärkung für die Spender gedacht, wenn diese ihre 500 Milliliter Blut abgegeben haben“, sagt Birgit Käfer, Büroleiterin im Ortsverein Großhansdorf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dieser organisiert und betreut fünf Termine jährlich, hinzu kommen weitere in Siek, Hoisdorf und Stapelfeld. Insgesamt sind es 14 Termine pro Jahr.
In das Haus Papenwisch, neben der Polizei, kommen dann 70 bis 80 Personen, die mit ihrem Blut kranken Menschen helfen wollen. Jeder Termin muss vorbereitet und die Helfer für die verschiedenen Arbeiten eingeteilt werden. Dies ist Aufgabe von Christa Westphal, die das neunköpfige DRK-Helferteam Großhansdorf leitet. Sie ist seit 16 Jahren dabei und jedes Mal von 14 bis 20 Uhr vor Ort.

Kontrolle und Stärkung


Die DRK-Helfer empfangen die Spender, deren Personalien jedes Mal registriert werden müssen und betreuen den Imbissbereich, denn nach der Blutspende sollen sich die Spender erholen und stärken. Die gesundheitlichen Tests, Besprechung zur Spendenzulassung sowie die Blutspende selbst werden nur von Ärzten und Krankenschwestern des Blutspendedienstes aus Lütjensee durchgeführt.
Dennoch bleibt für die ehrenamtlichen DRK-Helfer genug zu tun. Denn die Esswaren müssen eingekauft, vorbereitet und am Tag selbst am Vormittag angerichtet werden. Es gibt auch heiße Würstchen. „Um 14 Uhr stärken wir uns zusammen mit dem Ärzte- und Schwesternteam, denn danach bleibt dafür keine Zeit mehr“, sagt Christa Westphal. Und wenn, was auch vorkommt, 100 und mehr Spender kommen, muss schnell nachgekauft werden. Denn kein Spender geht ohne Stärkung nach Hause. Zudem muss der Imbissbereich immer besetzt sein, falls es einem Spender nicht gutgehen sollte.
„Wir haben meist mehr Spendenwillige als Spender“, sagt Birgit Käfer. „Denn es werden immer einige aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Spende zugelassen.“ Es gibt genaue Vorgaben, die das Alter und die Gesundheit betreffen. So müssen Freiwillige vorher gefrühstückt und dürfen keinen Alkohol zu sich genommen haben.
Der Anteil von Frauen und Männern ist etwa gleich. Zuweilen kommen Familien. Das Kind wartet dann, während die Eltern auf den Liegen ihr Blut abgegen.
„In sechs Jahren darf ich auch Blut spenden, sagte neulich ein 12-jähriger Junge, der seine Eltern begleitete“, berichtet Birgit Käfer. Viele Spender kommen immer wieder. Männer dürfen maximal sechsmal pro Jahr, Frauen viermal jährlich spenden. Einige sind sogenannte Vielfachspender und haben es bereits auf 50 oder sogar 100 Blutspenden gebracht. Diese Ehrenamtler erhalten eine Urkunde, Blumen und ein kleines Geschenk. „Ich darf aus gesundheitlichen Gründen nicht Blut spenden und kann als Helferin auf andere Weise unterstützen“, erklärt Birgit Käfer ihr Engagement.

Mehr junge Spender


Und Christa Westphal darf aus Altersgründen nicht mehr spenden, denn die Grenze liegt bei 68 Jahren. Die untere Grenze beträgt 18 Jahre. „Zu unseren Blutspendeterminen kommen auch viele junge Menschen, häufig sind dies die Kinder älterer Spender“, sagt Birgit Käfer. Da immer mehr Menschen aufgrund ihres Alters als aktive Spender ausscheiden und seit 1985 die Zahl der 18-Jährigen bundesweit abnimmt, werden junge Blutspender gesucht. Zumal mit dem steigenden Anteil älterer Menschen auch der Bedarf an Blutkonserven steigt.
„Und wir beim DRK brauchen noch weitere Helfer, denn es gibt immer wieder krankheitsbedingte Ausfälle oder manche Helfer können wir nur stundenweise einplanen“, sagt Birgit Käfer. Kürzlich hat sich der erste Mann als Helfer beworben.

Der nächste Blutspende-Termin ist am 27. April von 15.30 bis 19.30 Uhr. Weitere Informationen: www.drk-grosshansdorf.de
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