Diese drei stellen sich zur Wahl

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Katherine Nölling, die Bewerberin der SPD, hat sich als erste beworben.
 
Vergangene Woche nannte die CDU Thomas Mertens-Ammermann als Kandidaten.

Warum Mertens-Ammermann für CDU antritt und wer seine Mitbewerber sind

Von Birgit Maurer
Trittau. Das war eine Überraschung: Thomas Mertens-Ammermann ist der Bürgermeisterkandidat der CDU. In den letzten Wochen war dies das bestgehütete Geheimnis in Trittau, vergangene Woche wählte die Partei den früheren Bürgervorsteher einstimmig zum Kandidaten. „Wir haben einen Kandidaten gefunden, der das Amt gut ausfüllen kann“, betonte der Vorsitzende des Ortsverbandes, Bernd Geisler.

Mertens-Ammermann kennt sich aus

20 Jahre lang ist der Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht schon politisch tätig, davon zehn Jahre lang, bis zu den Wahlen im vergangenen Jahr, als Trittaus Bürgervorsteher. Damals zog er sich auf eigenen Wunsch zurück. Warum jetzt die Umkehr? „Trittau liegt mir am Herzen, den Job kann ich, den mach‘ ich“, erklärt Mertens-Ammermann. Der 50-Jährige sieht den Bürgermeisterposten auch nicht vorrangig als politisches Amt, sondern als Verwaltungsaufgabe an, wenngleich er sich natürlich mit den Politikern auseinandersetzen muss.
„Ich möchte Trittau in die Zukunft begleiten und alles ändern, was jetzt nicht funktioniert“, sagte er. Was das genau ist, das nicht funktioniert, wollte er noch nicht konkretisieren. Er nannte aber die Schuldenkonsolidierung sowie die Fortführung des Straßenausbaus mit einem Schwerpunkt auf Fahrradwege als seine Ziele.
Als Kenner der politischen Landschaft fühlt sich Mertens-Ammermann seiner Aufgabe gewachsen und betont seine persönlichen Stärken: „Was ich sage, mache ich. Zusagen werden eingehalten. So viel Ehrlichkeit muss mir nach 20 Jahren in der Politik erstmal jemand nachmachen. Ehrlichkeit tut auch dem Bürgermeisteramt gut“, betonte er und kündigte einen sachlichen und fairen Wahlkampf an. Würde er gewählt, wäre das ein totaler Umbruch seiner beruflichen Laufbahn. Seine Anwaltkanzlei müsste er schließen, seine Anwaltszulassung zurückgeben. Aber seinen Hobbys könnte er auch als Bürgermeister treu bleiben: Er verbringt gern Zeit mit seinem Hund und geht gern tanzen. Wer sich mit Thomas Mertens-Ammermann unterhalten möchte, hat eine erste Gelegenheit bei einem Frühschoppen der CDU am Sonnabend,
23. Februar in der Schützenhalle. Ab 11 Uhr können Interessierte den Kandidaten dort treffen. Neben Mertens-Ammermann haben sich bis jetzt zwei weitere Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters beworben. Dr. Katherine Nölling aus Gröwohld und Oliver Mesch aus Trittau. Nölling ist Volkswirtin und arbeitet in einer Unternehmensberatung. In Grönwohlds Gemeindepolitik ist sie seit 2003 im Gemeinderat, als Mitglied im Finanzausschuss und Vorsitzende des Kindergartenbeirats tätig. Zudem ist sie Fraktionsvorsitzende der SPD Grönwohld und arbeitet auch im Arbeitsausschuss des Schulverbandes sowie im Personal- und Sozialausschuss mit.

Oliver Mesch übergab seine Unterschriftenliste

Oliver Mesch ist gebürtiger Trittauer und kennt den Ort und die Region als Historiker auch aus geschichtlicher Sicht. Er ist bekannt als Archivar des Amtes und der Gemeinde Trittau sowie Geschäftsführer der Wassermühle. Mesch tritt als unabhängiger Kandidat an und hat kürzlich dem Gemeindewahlleiter Walter Nussel weit mehr als die
95 erforderlichen Unterstützerunterschriften vorgelegt.
Offen ist, wie sich die Grünen positionieren. Das entscheiden sie bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag. Wer auf den amtierenden Bürgermeister Walter Nussel folgt, der nicht wieder kandidiert, entscheiden die Wähler am Sonntag, 25. Mai.
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