Direkt von Witzhave nach Rausdorf

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Sie durchschnitten das Band, das den neuen Fuß- und Radweg frei gab: v.l. Ingenieur Mathias Schwarz, Bürgermeister Jens Feldhusen und Bauausschussvorsitzender Andreas Johnsen Foto: Maurer

Gemeindevertreter weihten Fuß- und Radweg ein

Witzhave. Mit einem Schnitt gab Bürgermeister Jens Feldhusen mit Unterstützung seines Bauausschussvorsitzenden Andreas Johnsen und des Ingenieurs Mathias Schwarz den neuen, 1,1 Kilometer langen Fuß- und Fahrradweg zwischen Witzhave und Rausdorf frei.
Dort hat er den direkten Anschluss an den Radweg an der L 160, sodass jetzt sicher in die umliegenden Orte geradelt werden kann. Der neue Weg hat 240 000 Euro gekostet, die die Gemeinde allein aufgebracht hat.
Dass Politik einen langen Atem braucht, zeigt sich auch bei diesem Projekt. „Schon 2003 sprachen mich die Bürger darauf an, sie sich einen separaten Rad- und Fußweg wünschten“, berichtet Feldhusen. Denn die Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten wird morgens und abends rege für den Berufsverkehr genutzt, um zum Beispiel zur B 404 zu kommen, und „es wird nicht immer rücksichtsvoll gefahren“, so Feldhusen.
Für Jogger und Walker, Radler und Spaziergänger eine ständige Gefahrensituation. Alle Parteien im Ort waren daher für den Bau. Die geschätzten Kosten von einer Viertelmillion schockten zunächst. Also bemühte man sich um Zuschüsse, es wurde jedoch kein Fördertopf gefunden. Es musste gespart werden, denn „wir machen nur, was wir auch bezahlen können“, so der Bürgermeister.
Dann erwies sich die Wegführung als nicht so einfach. In der dreijährigen Planungsphase wurden vier Varianten entwickelt. Um den Radweg hinter dem Knick bauen zu können, hätte man Grundstücke ankaufen müssen, was auf Widerstand stieß. Also plante man den Weg vor dem Knick, aber als vor zwei Jahren fast Baubeginn war, legte die Untere Naturschutzbehörde ihr Veto ein: Baumwurzeln könnten beschädigt werden. Deshalb wurde noch mal umgeplant und die Straße von Witzhave aus nach rechts verbreitert, um links Platz für den neuen Weg zu gewinnen.
So konnte in diesem Frühjahr endlich gebaut werden. Die Fertigstellung stieß auf reges Interesse bei den Bürgern, die kurz nach dem Schnitt den Weg mit Rollschuhen und Fahrrädern in Betrieb nahmen. Zur Stärkung und zur Feier des Tages gab’s im Gemeindezentrum eine heiße Suppe. (bm)
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