Diskussion um weitere Oberstufe

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Podiumsdiskussion über die Erweiterung der DBS um eine gymnasiale Oberstufe. Bürgermeister und Vertreter aller Parteien vermittelten eine parteiübergeordnete Grundeinigkeit. Foto: cs

An der Dietrich-Bonhoeffer-Schule soll es einen gymnasialen Zweig geben

Bargteheide. Es stand nicht zur Debatte, dass es eine gymnasiale Oberstufe an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule geben sollte. Da waren sich die Vertreter der Bargteheider Parteien, der Schulelternbeirat sowie die DBS-Oberstufeninitiative, die Stadt als Schulträger und alle anwesenden Eltern einig. Vielmehr ging es darum, wie dies zu realisieren und vor allen Dingen, zu finanzieren sei. Im gut besuchten Ganztagszentrum wurden in der vergangenen Woche die möglichen Varianten durchdacht und diskutiert. Bürgermeister Henning Görtz hatte gleich drei denkbare Ansätze parat: 1.) Die bereits bestehende Oberstufe der Anne-Frank-Schule wird auf eine Fünfzügigkeit ausgebaut, verbesserte sich aber gleich „davon halte ich nichts“. 2.) Es könnte zwei getrennte Oberstufen geben (zwei- und dreizügig gemeinsam mit der Anne-Frank-Schule), wobei nicht feststehe, ob die Schülerzahlen diese Möglichkeit hergeben oder 3.) Eine gemeinsame Oberstufe beider Schulen, was gesetzlich zu klären sei. Der Wunsch nach einer gymnasialen Oberstufe für die DBS sei auch in Görtz Augen verständlich. Auch er wolle vermeiden, dass „die Debatte auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werde. Kein Bargteheider Realschüler, der den Wunsch hat, Abitur zu machen, solle gezwungen werden, auf eine Schule außerhalb der Stadt wechseln zu müssen“, so Görtz deutlich. Trotzdem sei die momentane Lage nicht einfach. Durch den Regierungswechsel in Kiel würden die Karten neu gemischt. Ob Bargteheide das Glück hat, eine vierte gymnasiale Oberstufe im Ort aufmachen zu dürfen, müsse sich zeigen, schließlich hätten nur 20 Prozent aller Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein überhaupt eine gymnasiale Oberstufe. Schulleiterin Christa von Rein geht „fest davon aus, dass eine Oberstufe an der DBS entstehen sollte und diese auch eine Zukunft hat“. Von dem jetzigen 8. Jahrgang, dem ersten der Gemeinschaftsschule, werden voraussichtlich 40 Prozent der 173 Schülerinnen und Schüler in zwei Jahren in die Oberstufe wechseln. Bleibe diese Entwicklung erhalten, wäre es der Anne-Frank-Schule kaum mehr möglich, an ihrer Übernahmezusage für die DBS festzuhalten. Angelika Knies, Schulleiterin der Anne-Frank-Schule, bezeichnet ihre Oberstufe jetzt schon als „ übergroßen Wasserkopf“ und lehnt den Ausbau auf Fünfzügigkeit strikt ab. Ein innovatives „Leuchtturmprojekt für Bargteheide“ wäre in ihren Augen eine eigenständige Oberstufenschule, die für alle ortsansässigen Schulen – auch die Gymnasien – zuständig wäre.
„Wohl nicht realisierbar, aber ein Leuchtturmprojekt“, so Knies mit einem Schmunzeln. Was bleibt ist ein erneuter Antrag in Kiel, und die Hoffnung, dass man auch dort die Notwendigkeit nach einer eigenständigen gymnasialen Oberstufe für die DBS erkennt. (cs)
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