Echter Zeitfresser

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Gruppenführer Dennis Langhoff fährt mit dem Löschfahrzeug durch das Neubaugebiet am Kaliskaweg: Hier wird es oft eng. Foto: rh

Enge Straßen und Falschparker behindern die Rettung

Reinfeld. In der Karpfenstadt bietet sich für Rettungs- und Löschfahrzeuge immer wieder das gleiche Bild: Zu enge Straßen und viele falsch parkende Autos. Bei einem Einsatz kostet dies Zeit.
Besonders in den Wohnvierteln, die in den 60er-Jahren gebaut wurden, aber auch in den Neubaugebieten ist es meist so eng, dass schon mehrere Spiegel am Löschfahrzeug dran glauben mussten.
„Wir wollen die Reinfelder darauf aufmerksam machen, dass ein schnelles Durchkommen Leben retten kann“, sagt Gemeindewehrführer Torben Struck. Gemeinsam mit Polizei-Chef Stephan Albrecht, Andrea Eichstädt und Christin Beer vom Ordnungsamt sowie Gruppenführer Dennis Langhoff fuhr er im großen Löschfahrzeug die besonders engen Straßen ab. Dies könne zwar nur eine Momentaufnahme sein, so Struck. Doch aus Erfahrung wissen die Mitarbeiter der Reinfelder Wehr ganz, wo es immer wieder zu Engpässen kommt.
Eng wird es, wenn am Freitagmorgen die Innenstadt zugeparkt ist, weil der Wochenmarkt geöffnet hat. Struck: „Da geht dann gar nichts mehr.“ Im Wohngebiet an der Heimstättenstraße entdecken die Retter einen Falschparker. Haarscharf quetscht sich der Feuerwehrwagen vorbei. An eine Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 bis 50 Stundenkilometern wie auf größeren Straßen ist hier nicht zu denken.
„Unsere Fahrer sind keine Berufskraftfahrer sondern Ehrenamtliche und haben umso mehr Schwierigkeiten, das tonnenschwere Löschfahrzeug durch solche Engpässe zu manövrieren“, erklärt Dennis Langhoff. Beim Einsatz müsse alles sehr schnell gehen, die Kollegen drängten zur Eile. In so einer Gefahrensituation könne man solche Hindernisse nun wirklich nicht gebrauchen.
Eng wird es auch im Wohngebiet „Am Steinhof“. Hier parken zwar alle vorschriftsmäßig, aber die Straßen sind schmal, alle Häuser dicht an dicht gebaut. Ebenso am Pommernweg, im Neubaugebiet rund um den Kaliskaweg, in der Berliner und Kieler Straße. Am Wendehammer geht es dann nur noch mit Einweisung zurück. Denn ab 18 Uhr dürfen hier die Anwohner parken. Die Ordnungsamtmitarbeiter wollen jetzt vermehrt auf Falschparker achten, (rh)
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