Edeka-Markt kommt

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Auf dem ehemaligen Meiereigelände soll ein Edeka-Markt gebaut werden Foto: bm

Politik beschließt Bebauung der Meierei. Nachteile für Famila befürchtet

Trittau Der Weg für den Neubau eines Edeka-Marktes auf dem Meiereigelände ist frei. Vor wenigen Tagen beschlossen die Gemeindevertreter, dass dort grundsätzlich großflächiger Einzelhandel zulässig ist. Der Beschluss wurde mit einer Mehrheit der CDU und der Grünen von zehn Stimmen gegen acht Stimmen der SPD und BGT gefasst.

Hitzige Diskussionen

Ein Gutachten bestätigt, dass der Edeka-Markt Trittau als Zentralort stärken und ein wichtiger Kundenmagnet sein könnte und zudem eine tragfähige Planung besteht. Negativ bewertet es die Schwächung des Südens und die Tragfähigkeit für den geplanten benachbarten Fachmarkt auf dem Schützenplatz. Für die frei werdenden Ladenflächen von Edeka und Aldi im Süden des Ortes sieht man keine Möglichkeit, ein anderes Lebensmittelgeschäft anzusiedeln, da dass Segment mit drei Discountern und drei Supermärkten im Ort ausgeschöpft ist. Vor der Entscheidung wurde noch hitzig diskutiert. Potenzial für einen anderen Ausgang hätte es gegeben. Martin Pentz (CDU), neu im Gemeinderat und „Zugezogener“ in Trittau, legte in seiner Stellungnahme ausführlich dar, warum er gegen den Beschluss ist. „Hier wird das beste Stück Trittaus mit Monotonie versiegelt“, sagte er.

Investor werde verdrängt

Zudem sieht er die Folgewirkungen, wie die Versorgungsengpass im Süden des Ortes, nicht genügend berücksichtigt und kreidet den Verdrängungswettbewerb für den Investor des Fachmarktzentrums auf dem Schützenplatz an. Abschließend stimmte er dann aber doch für die Bebauung der Meierei.
„Wir wollen an der Meierei keine Bauruine sehen und sehen den geplanten Markt in der Achse Poststraße/Kirchenstraße in der ersten Reihe als richtig an“, so Jens Hoffmann (CDU). „Den Süden abzuhängen und den Markant zu gefährden kann nicht Planungsziel sein“, betonte dagegen Claudia Ludwig (SPD). Eher sollte man den Kaufmann Günther Süllau im Süden unterstützen, dort seinen Markt zu erweitern. Michael Amann (BGT) führte an, dass auch die Landesplanung von einer Konzentration der Märkte in der Ortsmitte abrate. Max Mann (SPD) vermutete sogar, dass der Beschluss eine Korrektur durch die Hintertür sei, denn die CDU sei nie mit der Bebauung des Schützenplatzes einverstanden gewesen. (bm)
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