Ehre für „Emmi“

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Hans-Heinrich Stephani, Neffe der Namenspatin, enthüllt das Straßenschild Foto: msa

Feierliche Straßentaufe in Trittau

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Vergangene Woche wurde der bislang namenlose Weg an der Einmündung Hauskoppelberg „Schwester-Emmie-Weg“ genannt. Hans-Joachim von Hartz hatte der Politik vergeschlagen, die ehemalige Gemeindeschwester Emilie Stephani (1917-2006), so für ihre langjährigen Dienste zu ehren.

Familie reiste extra an

Oliver Mesch, der in knapp zwei Wochen in das Amt des Bürgermeisters wechselt, hatte damit eine seiner letzten Auftritte als Amtsarchivar. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister, Peter Lange, und Hans-Heinrich Stephani, Neffe von „Emmie“ und ihrer Nichte, Inge Bork, enthüllte er das Straßenschild. „Unsere Schwester Emmie, wie wir sie alle nennen durften, war nicht nur ein besondere Mensch, sie hatte eine fürsorgliche Art und war unprätentiös“, erinnert sich Oliver Mesch.
Emilie Caroline Stephani absolvierte 1939 ihr Examen in Aachen und bestand mit Auszeichnung. Als sie 1941 nach Trittau kam, musste sie erst einmal plattdeutsch lernen. Schwester Emmie kümmerte sich 37 Jahre, in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Landarzt Dr. med. Ernst Wörpel, um die Kranken im Amt Trittau. Sie besuchte Menschen auch in Köthel und Rausdorf, erreichte jeden ihrer Patienten mit dem Fahrrad. Emilie Caroline stammte aus Hessen, wo auch heute noch einige Familienmitglieder leben. Der Kontakt zwischen den Nachfahren und der Gemeinde sei nie wirklich abgerissen.

Engagiert bis zum Tod

Zur Enthüllung des Straßenschildes anzureisen, empfanden ihr Neffe Hans Heinrich Stephani, der von Ehefrau Walli und Nichte Ingeborg Borck begleitet wurde, nicht als anstrengend. „Es hat uns nichts ausgemacht, an so einem besonderen Tag aus 500 Kilometern Entfernung anzureisen“, erklärte Stephani. „Wir verbringen gerade unseren Urlaub in Büsum und kommen immer wieder gern hierher nach Trittau.“
Schwester Emmie wurde 1978 pensioniert, blieb in Trittau und engagierte sich noch lange für soziale Projekte. Emilie Caroline Stephani wurde 89 Jahre alt und verstarb 2006.
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