Ein besonderer Platz

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Die Friedhofsgärtner Mirco Sedlack und Monika Meinecke bei der Bepflanzung eines Baumgrabs neben der Wildblumenwiese.Fotos: hs

Hier können Besucher trauern und Hoffnung schöpfen

Von Halina Schmidt
Ahrensburg. Blumen, Stauden, Bäume: Alles wächst und gedeiht. Der Friedhof Ahrensburg ist ein besonderer Platz. Denn hier soll nicht nur ein Ort der Trauer sein, sondern auch Hoffnung vermittelt werden. Die Besucher sollen in ihrer Trauer getröstet werden. Hilfe wird geboten, diese zu bewältigen.
So gibt es zum Beispiel einen maritimen Gedenkort, der im Jahr 2010 durch Spenden erbaut wurde. Dort führt ein Steg in ein wellenförmig angepflanztes Lavendelmeer. Hier können Hinterbliebene trauern, deren Angehörige oder Freunde auf See bestattet wurden.
Ein weiteres Merkmal des Friedhofs der evangelisch-lutherischen Kirche ist die Begegnungsstätte neben der Friedhofsgärtnerei. Als erste ihrer Art bundesweit, im Jahr 2010 erbaut, haben Trauernde hier die Möglichkeit, nach dem Besuch am Grab noch kurz zu verweilen und sich bei einem Kaffee mit anderen Friedhofsbesucher zu unterhalten.
Joachim Gersch, Leiter des Friedhofs, erklärt: „Es ist ein geschützter Ort der Begegnung, in dem sich die Besucher austauschen und gegenseitig bei der Trauerbewältigung helfen können.“ Die Idee der Begegnung setzt sich über das 18 Hektar große Gelände des Friedhofs fort.
So stehen überall Sitzbänke, auf denen sich die Besucher gemeinsam niederlassen können, um nachzudenken, zu reden oder die blühende Natur des Friedhofs bewundern zu können. Besondere Gelegenheit bietet hierzu die Wildblumenwiese, die direkt neben den Bäumengräbern der naturnahen Bestattungen gelegen im Sommer ein Blütenmeer präsentiert, das von Bienen umschwirrt wird.
Auch sonst ist der Friedhof Ahrensburg bemüht, seine Besucher zumindest zeitweilig von ihrer Trauer abzulenken und auf andere Gedanken zu bringen, zum Beispiel durch die Streuobstwiese mit ihren 50 alten Obstsorten oder die Wiese mit den Bäumen des Jahres.
Auf der Wiese, die den alten und den neuen Teil des Friedhofs verbindet, stehen die jeweiligen Bäume des Jahres, die seit 1989 ernannt wurden, mit Infotafeln zu den Baumarten, finanziert wird dies durch Spenden. „Das Leben geht weiter, auch das soll ein Friedhof symbolisieren,“ so Friedhofsleiter Joachim Gersch.
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