Ein Ende mit Schrecken

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Die Trittauer Reisegruppe in Barcelona Foto: wb

Schüleraustausch des Gymnasium Trittau von Notlandung überschattet

Von Andreas Willkomm und Olaf Jenjahn
Barcelona/Trittau
Nach zehn erlebnisreichen Tagen in Barcelona, wollten die 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Trittau mit ihren Lehrerinnen Gudrun Schnepel und Sonia de la Rubia am Sonnabendnachmittag die Heimreise via Frankfurt antreten. Doch diesen Flug wird die Reisegruppe so schnell nicht vergessen. Die Maschine, ein Airbus A321 der Lufthansa, hatte kurz nach dem Start einen Triebwerkausfall, musste umkehren und in Barcelona notlanden. Wir sind pünktlich in unseren Lufthansa-Flug nach Frankfurt gestiegen. Es ging los, wir flogen normal ab. Dann gab es im Anstieg einen ziemlichen Krach, einen Knall, ein Passagier meinte, er hätte sogar etwas gerochen. Direkt nach beziehungsweise fast gleichzeitig mit dem Knall sackte das Flugzeug kurz ab, hielt sich dann wieder, nahm aber weder stärkeres Tempo auf, noch stieg es weiter“, lässt Lehrerin Gudrun Schnepel die dramatischen Augenblicke Revue passieren. Aus dem Cockpit erhielten die verängstigten Passagiere des Fluges kurze Zeit später die Mitteilung, dass die Maschine aufgrund eines Triebwerkschadens wieder nach Barcelona umkehren muss. ach der Landung musste zunächst ein neuer Flug organisiert werden. Dies war für den Sonnabend nicht mehr möglich. Gudrun Schnepel bemängelt, dass sämtliche Passagiere nach der Notlandung im Unklaren gelassen wurden. „Zwischendurch kamen immer wieder andere Passagiere bei mir vorbei und fragten mich, ob ich ihnen Auskunft geben könne. Denn in der Tat war es so, dass die Informationen überhaupt nicht flossen, niemand herumging, um die Passagiere über das weitere Prozedere zu informieren. Immerhin war das eine Notlandung. Da müsste es doch eigentlich eine Bereitschaft geben. Erst auf meine Beschwerde hin wurden zumindest Wasserflaschen verteilt“, erzählt die Lehrerin.

Reisegruppe zu keiner Zeit in Gefahr


Die Trittauer Gruppe erhielt von der Fluggesellschaft eine Übernachtung sowie den Transfer in das Hotel und konnte am nächsten Tag dann sogar einen Direktflug von Barcelona nach Hamburg in Anspruch nehmen. Glücklich und sichtlich erleichtert landete die Gruppe wieder in der Heimat und konnte die Angehörigen endlich in die Arme schließen. Wolfgang Weber, Leiter der Konzernkommunikation bei der Lufthansa, erklärte auf Anfrage: „Die Schülergruppe sowie andere Fluggäste und die Besatzungsmitglieder waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Unmittelbar nach dem Abheben der Maschine, im Steigflug, kam es zu einem Strömungsabriss in einem der Triebwerke, was ein hörbares Knallgeräusch zur Folge hatte. Die Piloten haben daraufhin dieses Triebwerk ausgeschaltet und das Flugzeug nach einer Warteschleife wieder in Barcelona gelandet. Dies ist ein festgelegtes Verfahren, das jeder Pilot im Flugsimulator bei den halbjährlich vorgeschriebenen Schulungen x-mal übt.“ Möglicherweise führte ein Vogelschlag zum Ausfall des Triebwerks. Es werde noch untersucht.
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