Ein Spanier fand in Trittau sein Glück

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Alexis Miranda in einem Liegestuhl im Beachclub Trittau Foto: cy
Trittau. Er kommt aus einem krisengeschüttelten Land und hat sich innerhalb kurzer Zeit in Trittau eine Existenz für sich und seine Familie aufgebaut. Für den Spanier Alexis Miranda ist das hauptsächlich auf eine Eigenschaft zurückzuführen.

„Man muss immer offen für Neues sein.“ Alexis Miranda
„Man muss immer offen für Neues sein“, sagt er. Der 43-Jährige hat die Basis dafür in der Tourismusbranche in Spanien geschaffen, als er damit anfing, die Koffer der Gäste in einem von Deutschen geführten Hotel auf der Insel Gran Canaria zu tragen. „Da war ich 16 und ich wusste gleich, dass diese Richtung die Zukunft für mich sein wird“, erinnert er sich. Schnell stieg er in die Rezeption auf, konnte sich als Animateur und Reiseleiter betätigen und zum Schluss betrieb er eine Agentur mit zahlreichen Mitarbeitern. Doch dann erreichte die Wirtschaftskrise Spanien. Miranda machte sich auf den Weg in den Norden. „Der wichtigste Grund für unseren Umzug waren unsere Kinder“, erläutert er.
Sie sollten eine sichere Zukunft haben. „Meine Frau und ich wussten, wir beherrschen die deutsche Sprache. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Arbeit zu finden“.

Alexis eröffnete seinen eigenen Beach-Club

Die Ankunft in Kasseburg, wo er mit seiner Familie lebt, war für den Südeuropäer alles andere als ein Kulturschock. Als fleißiger Mensch fühle er sich überall zuhause, wo er aktiv sein und viel arbeiten kann. „Außerdem lernt man im Tourismus von Anfang an, anpassungsfähig zu sein.“
Schließlich fand sich eine Gelegenheit und er eröffnete 2013 in Trittau einen Beach-Club, genau das richtige für den kontaktfreudigen Alexis. Hier konnte er seine Talente als Animateur nicht nur unter Beweis stellen, sondern mit anderen potentiellen Kunden ins Gespräch kommen. Seitdem ist das Auftragsbuch voll. Doch damit fühlt er sich noch lange nicht ausgelastet. Demnächst will er mit einem Geschäftspartner zusammen einen Indoor-Park in Schwerin eröffnen. „Sieben-Tage-Woche und 14-Stunden-Arbeitstage sind normal, anders kenne ich das nicht“, erzählt er.
In seine Heimat auf Gran Canaria fliegt er einmal im Jahr. Mit der deutschen Mentalität kommt Miranda gut klar. „Nur beim Straßenverkehr könnten sie etwas lockerer sein“, findet er. (cy)
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