Eine Sinfonie für Ingolf Burkhardt

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Der Hammoorer Ingolf Burkhardt (li.) wird mit einer eigenen Sinfonie geehrt. Geschrieben hat das Werk, das am kommenden Sonntag uraufgeführt wird, NDR Big Band-Leader Jörg Achim Keller. Foto: C. Yaman
 
Der Hammoorer Ingolf Burkhardt wird demnächst mit einer eigenen Sinfonie geehrt. Die Welturaufführung von „Spectrum“ ist am kommenden Sonntag, 16. Juni, im Kieler Schloss. Der Jazztrompeter ist seit 23 Jahren Mitglied in der NDR Big Band.

Musikstück für den Jazztrompeter aus Hammoor wird am Sonntag im Kieler Schloss uraufgeführt

Von Cetin Yaman
Hammoor. Wenn am kommenden Sonntag, 16. Juni, das Philharmonische Orchester Kiel sein 9. Konzert dieser Saison gibt, steht ein Stormarner im Mittelpunkt. Ingolf Burkhardt, Trompeter aus Hammoor und Mitglied der NDR Big Band, wird dann nicht nur im ungewohnten Rahmen eines 100-Mann-Ensembles sein Instrument erheben, sondern auch Noten spielen, die eigens für ihn komponiert worden sind.
Das Werk mit dem Titel „Spectrum“ stammt aus der Feder des Bandleaders Jörg Achim Keller und feiert an dem Tag seine Welturaufführung. Der Jazzmusiker ist schon etwas aufgeregt: „Eine Sinfonie bekommt nicht jeder verpasst, es ist wirklich etwas besonderes. Da möchte ich natürlich eine gute Figur machen“, sagt er.
Der 49-Jährige probt viel, jeden Tag spielt er einige Male die für das Blechblasinstrument verfassten Passagen, die musikalische Schöpfung gefällt ihm außerordentlich gut: „Es ist genau mein Ding. Eine Orchesterwerk mit jazzigen Anteilen und vielen Soli ist für einen Trompeter schlichtweg ein Traum“, freut sich Burkhardt. Keller wiederum ist sich auch sicher, mit einer Sinfonie für Trompete die richtige Auswahl getroffen zu haben: „Wir haben mit Ingolf einen Virtuosen, der fantastisch mit seinem Instrument umgehen kann. So war es nur logisch, dass er nun eine ganz individuelle Komposition erhält“, so der Bandleader. Die Sinfonie für Trompete besteht aus drei Sätzen, die NDR Big Band begleitet bei der Aufführung das Kieler Sinfonieorchester mit einem Jazz-Quartett, das aus einem Bass, Schlagzeug, Piano und eben der Trompete besteht.

Solo im ersten Teil

Der erste Teil nennt sich „The teaser“ und fängt gleich mit einem Solo von ihm an. „Looking back“ heißt es danach, der in Balladenform gehaltene Abschnitt zeigt Burkhardt am Flügelhorn. Im Finale mit dem Titel „Quasi Rondo“ ist wieder viel Platz für Soli, bei dem die Improvisationstalente des Hammoorers gefragt sind. „Es ist sehr anspruchsvoll und für meine Kenntnisse zugeschnitten, aber man muss seine Kräfte gut einteilen“, sagt er.
Ingolf Burkhardt ist seit
23 Jahren Trompeter in der NDR Big Band, außerdem hat er einige Jazz-Projekte wie „Jazul“. Mit dieser Formation hat er erst vor Kurzem eine CD in Schweden aufgenommen, Produzent war der Jazz-Star Nils Landgren, sie soll Anfang 2014 auf den Markt kommen. Wenn es soweit ist, will Burkhardt, der von Baden zuerst nach Lasbek und dann nach Hammoor umgezogen ist, auch endlich seine Stormarn-Bühnenpremiere feiern: „Seltsamerweise habe ich in all den Jahren überall auf der Welt gespielt, nur noch nie in Bargteheide oder Ahrensburg oder irgendwo anders im Kreis. Die neue CD möchte ich deswegen diesmal auch in einem guten Club in der Gegend vorstellen“, kündigt er an. Dazu fühlt sich der sympathische Trompeter verpflichtet.

„Das Leben in Hammoor ist relaxt und beeinflusst mich auf angenehme Weise.“
Ingolf Burkhardt


„Das Leben in Hammoor ist relaxt und beeinflusst mich und somit meine Musik auf angenehme Weise. Die Lebensqualität ist sehr hoch, man ist schnell an der Ostsee und in Hamburg. Außerdem ist die Infrastruktur optimal“. Der Lübecker Flughafen ist für den Jazztrompeter wegen der Verbindungen nach Skandinavien besonders wichtig, seine Frau Viveca ist Schwedin und von dort geht es häufig in ihre Heimat. Und noch etwas schätzt er an der 1200-Seelen-Gemeinde: „In Hammoor gibt es zehn Ensembles, von der Feuerwehrkapelle über Klassikformationen bis zu Rockbands ist alles vorhanden, das ist sagenhaft“, schwärmt der leidenschaftliche Musikfan.
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