Eine unbeschwerte Zeit

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Der Verein Pryvit holt jedes Jahr rund 20 Kinder aus der Tschernobyl-Region zum Erholen nach Großhansdorf Fotos: Bandemer

Verein PRYVIT sorgt sich um Kinder aus Tschernobyl

Von Stella Bandemer
Großhansdorf Bald sind im Großhansdorfer Schullandheim Erlenried wieder rund 20 Kinder von acht bis 15 Jahren aus der Ukraine zu Gast. Der Verein „Pryvit – Hilfe für Tschernobyl Kinder“ lädt jeden Sommer Kinder aus der verstrahlten Region zu einem Erholungsaufenthalt ein. In diesem Jahr jährt sich das Atomunglück bereits zum 30. Mal. Und noch immer leiden die Menschen in der Gegend um Tschernobyl unter den Folgen der verheerenden Katastrophe.

„Kaum einer vermutet, dass die Vereinsarbeit den gesamten Tag einnimmt“, sagt Gründer Wulf Garde. Der pensionierte Mathematik- und Physiklehrer rief den Verein im Dezember 2011 ins Leben. Für sein Engagement wurde Pryvit in diesem Jahr mit dem Olof-Palme-Preis ausgezeichnet. „Darauf sind wir stolz“, sagt der Ahrensburger.

Garde schaut sich gerne Fotos von den ukrainischen Dörfern und Kindern an. Der gemeinnützige Verein fliegt jährlich in die kontaminierte Gegend, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Jedes Jahr werden rund 15 bis zwanzig Kinder und Jugendliche für die Erholungsreise ausgewählt. Dabei schaut der Verein, wie die familiären und wohnlichen Verhältnisse aussehen und sucht so die besonders bedürftigen Kinder aus. „Leider können wir nicht alle Kinder, die wir besuchen, nach Großhansdorf einladen“, so Garde.

Der Großteil der Kinder hat ihre Eltern oder andere Angehörige durch die Folgen der Reaktorkatastrophe verloren. Sie wohnen in verschiedenen Dörfern in der sogenannten zweiten Zone. Diese Zone umfasst Gebiete, deren Boden durch langlebige Radionuklide stark kontaminiert ist. Die Familien dort ernähren sich hauptsächlich aus dem Eigenanbau. Doch das, was ihre Existenz sichert, ist radioaktiv verseucht.

Auf dem Programm stehen in diesem Jahr wie gewohnt Arztbesuche in der Park Klinik Manhagen sowie beim Kinderzahnarzt Zahnschiff in Ahrensburg. Der Spaß dürfe natürlich aber auch nicht zu kurz kommen. So sind Ausflüge in das Natur-erlebnis Grabau, zu Hagenbecks Tierpark, an die Ostsee sowie zum Arriba-Erlebnisbad geplant. Während des Aufenthalts werde zudem auf eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung geachtet.

Rund 30.000 Euro benötigt der Verein jährlich, um die Reise, den Aufenthalt im Schullandheim, Visa, Verpflegung und Ausflüge finanzieren zu können. Zudem plant der Verein zukünftig noch regelmäßiger gezielte Hilfe vor Ort zu leisten, durch die Finanzierung von beispielsweise ärztlichen Behandlungen und Nachhilfestunden.

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse, IBAN: DE16200505501241150 828,
BIC: HASPDEHHXXX, Stichwort: Spende PRYVIT 2016, Weitere Infos zum
Verein gibt es im Internet unter www.pryvit.de
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