Einigung in Sicht

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Bürgermeister Walter Nussel (l) und Norbert Weber zeigen vor dem Gemeindewappen den Plan für den Umbau des Schützenplatzes. Foto: bm
 
Jedes Mal ein großes Volksfest in der Gemeinde: Das Schützenfest in Trittau. Foto: hfr

Umzugspläne für den Schützenplatz präsentiert

Von Birgit Maurer
Trittau. Seit 2009 möchten Investoren den Schützenplatz bebauen und scheiterten zunächst am Widerstand der Schützen. Jetzt ist eine Einigung in Sicht: Bürgermeister Walter Nussel und Norbert Weber, vom Vorstand des Schützenvereins, teilten mit, dass eine für beide Seiten akzeptable Lösung erarbeitet wurde, um den Schützenplatz vor die Schützenhalle zu verlegen.
Der Vertragsentwurf sichert den Schützen einen etwa gleich großen Platz vor der Halle zu: Allerdings muss die vom Investor noch zu bauenden Straße, die Fortsetzung von „Zur Mühlau“, hinzu gerechnet werden, um die 7600 Quadratmeter des alten Platzes zu erreichen. Deshalb wird die Straße so geplant, dass ein Karussell drauf passt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Lärmschutz. „Erstmalig werden Schützenverein und die Verwaltung gemeinsam beraten, wo was aufgestellt werden darf“, sagte Norbert Weber. Die Messungen der letzten zwei Jahre hätten gezeigt, dass im Festzelt die Lärmhöchstwerte eingehalten werden. Ein zu lautes Karussell wird nicht wieder gebucht.
„So ist auch für die Öffentlichkeit eine bessere Einhaltung des Lärmschutzes gegeben“, meinte Weber. Dritter Knackpunkt war das aus dem Jahr 1921 stammenden Grundbuchrecht der Schützen, einmal im Jahr ein Fest durchführen zu dürfen.
Es wird immer wahrscheinlicher, dass der Schützenplatz verlagert wird. Das Grundbuchrecht wird auf den neuen Platz übertragen. Zudem wird eine nicht genannte Entschädigungssumme gezahlt, von der die Schützen ihre Anlagen modernisieren wollen. „Mit diesem Vertrag sind alle Bedenken, die die Schützen gegenüber dem neuen Platz hatten, abgearbeitet“, meinte Walter Nussel.

„Es wurde ruhig diskutiert und alle Fragen abgearbeitet.“ Norbert Weber
Die Gemeindevertretung hatte im nicht-öffentlichen Teil der letzten Sitzung ein grundsätzliches Einverständnis zu dem vorliegenden Vertrag gegeben.
Im Schützenverein haben Norbert Weber und Heino Röper, die seit November die intensiven Verhandlungen mit der Gemeinde geführt haben, den Vertragsentwurf vorgestellt und diskutiert. 80 Mitglieder waren dabei.
Alle Frage angearbeitet
„Es wurde ruhig diskutiert und alle Fragen abgearbeitet“, sagte Weber. Jetzt wird der Vertrag anwaltlich geprüft, um rechtssichere Formulierungen zu haben. Inhaltlich ändert sich aber an der von der Gemeindevertretung abgenickten Fassung nichts mehr. Bis Ende April soll nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Schützen darüber entscheiden, ob man dem Platztausch zustimmt. In der Gemeindevertretung wird dann am
25. April, in der letzten Sitzung vor der Wahl, darüber abgestimmt.
Dann ist der Weg frei für Bartels-Langness, den neuen Platz anzukaufen und ihn anschließend mit der Gemeinde gegen den alten Schützenplatz zu tauschen. Ein Stück des Meiereigeländes hat die Firma bereits gekauft. Darauf und auf dem alten Schützenplatz soll ein Vollsortimenter, wahrscheinlich „Markant“, sowie ein Discounter entstehen, der aber aus dem „Bestand“ kommt, also innerörtlich umzieht. Gebaut werden soll zwischen zwei Schützenfesten. Das 92. Fest am dritten Wochenende im August wird noch auf dem alten Platz gefeiert. (bm)
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