Elmenhorst: Hüter der verborgenen Schätze

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Früher wurde das Hackgerät von Frauen gezogen, die Männer liefen hinterher Foto: cs

Klaus Richard betreibt ein privates Museum mit interessanten Objekten

Elmenhorst Klaus Richard ist der Hüter der 1000 Schätze. In dem privaten Museum des 78-Jährigen finden sich vom antiken Werkzeug über alte Stempel, Kinderspielzeug aus der Vorkriegszeit, einem 130 Jahre alten Orchestrion bis hin zu einer Apotheke für die Kavallerie aus dem ersten Weltkrieg zahlreiche exotische Funde. „Das Museum ist mein Leben“, sagt der Elmenhorster. Seit 1954 ist er dabei, sein privates Museum zusammenzustellen. Immer wieder kommen neue Schätze hinzu. Angefangen hat alles mit einem über 7000 Jahre alten Steinbeil, das er als Achtjähriger gefunden hat, erinnert sich Richard. Heute umfasst sein Museum mehr als 2000 Quadratmeter, und laufend kommen neue Anbauten hinzu. Richard hat sein Museum in 42 Themen unterteilt. Darunter eine komplette Schmiede, Schusterei sowie eine Druckerei. Auch eine Küche sowie eine prall gefüllte Aussteuerkiste gehören zu seinen Schätzen. Nur die Schrotflinten hat er nach dem Amoklauf in einer Schule weggegeben. Sein Lieblingsstück ist nach wie vor das Steinbeil. „Die Nummer sechs von rechts“ – so die Beschreibung des Museumbesitzers. Zu jedem seiner Stücke kann der rüstige Rentner eine Geschichte erzählen. Ob von der alten Feuerwehrspritze aus dem Jahr 1952, die mit einem der ersten VW Motoren betrieben wurde, einer Lade aus dem Jahr 1750, die einem Handwerker oder einem Stadtboten gehörte oder den Hackgeräten aus den 30er Jahren. „Die wurden von dicken Frauen gezogen“, sagt Richard und schmunzelt dabei. Die größte Sorge des Elmenhorsters ist, was mit all seinen Schätzen nach seinem Tod geschieht. „Ich habe sogar schon ein Angebot bekommen, mein Museum nach China zu verkaufen“, sagt Richard, doch das kam für den Sammler nicht in Frage. Am liebsten wäre es ihm, wenn alles zusammen in Elmenhorst erhalten bliebe. „Es geht mir nicht um das Geld, meine Schätze sind für mich unbezahlbar“, sagt er. Seine Frau und seine zwei erwachsenen Kinder haben nur wenig Interesse, die Sammelleidenschaft weiterzuführen. Klaus Richard freut sich über Jeden, der Interesse an seinem privaten Museum zeigt, und ist gern bereit, Besuchern eine der vielen skurrilen Geschichte zu erzählen. (cs)
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