Eltern kippen Hortpläne

Anzeige
Alessandra Wolf (links) und Inga Knabe auf der Treppe, über die jede Pause etwa 120 Kinder nach unten auf den Pausenhof stürmenFoto: hs

Bücherei muss nicht weichen, Mensa soll in Container ziehen

Ahrensburg. Die Sitzung des Sozialausschusses vergangenen Dienstag war gut besucht: Etwa 40 Eltern wollten die Beschlussfassung miterleben. Am Ende haben sie sich gegenüber der Politik durchgesetzt: Die Bibliothek muss keinem weiteren Hortraum weichen. Es wird geprüft, ob der Speisesaal für die Hortkinder zunächst in einem Container ausgelagert wird.
60 Kinder werden im Awo-Hort betreut, weitere zehn Jungen und Mädchen warten auf einen Platz. Die Nachfrage soll von Schuljahr zu Schuljahr steigen.
Zunächst wollte die Verwaltung, die, den Raum der Schulbibliothek im Erdgeschoss mit einem kleineren Hortraum im ersten Obergeschoss tauschen. Dagegen sprach sich die Mehrheit der Eltern aus. Alessandra Wolf, Vorsitzende des Schulelternbeirats, sammelte 147 Unterschriften, um dagegen zu protestieren. Auch die Schulleitung und das Lehrerkollegium seien gegen die Pläne der Verwaltung, so Alessandra Wolf. Durch den Umzug der Bibliothek ins Obergeschoss sei diese nur durch eine 1,47 schmale Treppe zu erreichen. 120 Kinder würden nach dem Umbau hier in jeder Pause hoch- und runter stürmen. Im Obergeschoss werden auch Dritt- und Viertklässler unterrichtet, die zum Pausenklingeln die schmale Treppe runter gestürmt kämen, um auf den Pausenhof zu gelangen. Die Eltern befürchten, dass es zu Unfällen kommen könnte, wenn die Erst- und Zweitklässler zur Bücherei ins 1.OG wollten. Zudem habe der längliche Raum im Obergeschoss auf den beiden langen Seiten Fenster. „Wo soll man da Bücherregale aufstellen?“, fragt Alessandra Wolf. Hinzu kommt: Der Lösungsvorschlag sei nur eine Überbrückungsvariante, würde aber 54.000 Euro kosten. „Wir brauchen mehr Platz und keine Verschiebung von Platz“, sagt Alessandra Wolf.
Jetzt hängt alles davon ab, ob die Voraussetzungen für die Errichtung eines Containers erfüllt sind. So müssen Wasserleitungen in der Nähe und die Bodenbeschaffenheit geeignet sein. „Die Standorte wurden bereits geprüft, und die Zuständigen beschäftigen sich jetzt damit, welcher Standort am geeignetsten ist“, erklärt Andreas Zimmermann, Sprecher der Stadt . Danach soll mit Containerfirmen bezüglich der Kosten verhandelt werden. (ha)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige