Er hilft den Kindern

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Der Großhansdorfer Wulf Garde hält ein Schild hoch, das für seine Initiative wirbt Repro: stb

Wulf Garde besuchte Schützlinge in Tschernobylregion

Großhansdorf Am kommenden Sonntag, 26. April jährt sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl zum 29. Mal. Wulf Garde, Initiator des Vereins „Pryvit – Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ macht sich bis zu zwei Mal jährlich ein eigenes Bild von der Lebenssituation und der Gesundheit der Kinder in den besonders stark verstrahlten Regionen im Norden der Ukraine.
130 Kilometer von Kiew entfernt besuchte Wulf Garde seine Schützlinge. In diesem Februar war es insgesamt sein sechster Besuch. Elf Tage verbrachte der 72-Jährige mit seinen Kollegen in der Region Narodichi und besuchte insgesamt 38 Kinder. Zwar befindet sich die Ortschaft nicht innerhalb der 30-Kilometer-Sperrzone um Tschernobyl. Dennoch ist die Region eine der am stärksten kontaminierten Gegenden. Die meisten der Dörfer dort sind verlassen. Abhängig von der gesundheitlichen Verfassung, der familiären und wohnlichen Situation werden sechszehn der bedürftigsten Kinder ausgewählt, um Ende Juli nach Großhansdorf zu kommen. „Ich bin jedes Mal wieder schockiert von der Wohnsituation. Häuser kann man das kaum nennen“, berichtet Garde. Trotz der großen Armut herrsche in den Familien eine friedliche und ausgeglichene Atmosphäre. Und das, obwohl oftmals Großfamilien mit rund sechs Kindern und den Großeltern auf engstem Raum zusammen wohnen.
Und Garde sah etliche Kinder mit sehr schweren Behinderungen. „Die Probleme werden mit den nächsten Generationen weiter zunehmen“, meint Garde und betont dabei die schlimmen Auswirkungen der Spätschäden. Von der ersten Generation nach dem Super-Gau hätten circa zehn Prozent der Menschen gesundheitliche Schäden, bei der zweiten seien es bereits 90 Prozent. Wulf Garde studierte Physik, mit dem Schwerpunkt Atomphysik. Ende Juli werden zum vierten Mal Kinder aus der Region um Tschernobyl in Großhansdorf ankommen, um sich drei Wochen lang zu erholen. Auf dem Plan steht eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, Arztbesuche und ein Gang zum Optiker.
Der pensionierte Lehrer hat sich mit dem Verein einen großen Traum erfüllt – den Kindern um Tschernobyl ein schönes Erlebnis zu bereiten, an das sie später noch gerne zurückdenken sollen. Jährlich werden dafür rund 24.000 Euro benötigt. Der auf ehrenamtlicher Arbeit basierende Verein ist auf Spenden angewiesen. (stb)

Spendenkonto: Hamburger Sparkasse, IBAN: DE16200505501241150828, BIC: HASPDEXXX
Stichwort: Spende PRYVIT
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