Erlebnis „Transsib“

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Eine der Stationen, die Peter Fabel mit der „Transsib“ besuchte: Das Nordkap der Insel Olchon am Baikalsee, wo er mit einem Schamanen das Eisfischen gelernt hat. Foto: hfr

Peter Fabel reiste mit der legendären Eisenbahn gen Osten

Von Halina Schmidt
Großhansdorf. Bereits als Kind hatte Peter Fabel über die Transsibirische Eisenbahn gelesen und war fasziniert von den unterschiedlichen Ländern und Kulturen, die man bei der Reise mit der Bahn erleben kann. „Ich wollte endlich die Erfahrung selber machen“, sagt der Bildjournalist.
Es ist die längste Eisenbahnstrecke der Welt: fast 10 000 Kilometer misst die gesamte Länge der Bahnverbindung der Transsibirischen Eisenbahn, auch genannt „Transsib“. Peter Fabel hat sich zum zweiten Mal auf diese Reise begeben und dabei beeindruckende Bilder geschossen, die er bei einem Bildvortrag im Rosenhof in Großhansdorf vorstellt.
Nachdem er die Reise bereits im Jahr 2005 im Sommer angetreten hatte, wollte er die Strecke nun auch im Winter kennenlernen und gewann dabei völlig neue Eindrücke. Doch bevor es losgehen konnte, musste die Reise genau geplant werden.
Das Gebiet, das mit der Bahn durchquert wird, ist sehr groß und damit man das sieht, was man sehen möchte, muss man sich im Vorfeld gut informieren. „Das muss man vorher planen, das geht nicht anders“, so Peter Fabel, der sich akribisch mit Büchern und vielen Informationen auf die Fahrt vorbereitete.
Sechs Wochen dauerte die Reise und führte Peter Fabel von seinem Start in Hamburg zunächst nach Moskau, wo er die Transsibirische Eisenbahn bestieg.

Er träumte schon immer von einer Reise mit der „Transsib“. Nun hat es Peter Fabel gewagt und berichtet darüber. Sein Bildvortrag findet am Freitag, 12. Oktober, im Rosenhof in Großhansdorf statt, der Eintritt kostet drei Euro, Anmeldung Tel.: 04102/ 69 90 12.
Ab Moskau ging es nach Sibirien, in die Mongolei und schließlich nach China, wo die Reise, die in Peking an der Chinesischen Mauer endete.
„Jeden Tag andere Menschen, andere Landschaften, andere Kulturen kennenlernen, das ist das Spannende“, so der Journalist. Und erklärt weiter: „Das Faszinierendste an der Reise sind die unterschiedlichen Kulturen, man trifft fast alle Religionen, sieht sehr unterschiedliche Landschaften, erlebt die volle Bandbreite an Menschen.“

Auf der Reise hat er viele Erfahrungen gemacht und interessante Menschen kennengelernt: so trifft er in Sibirien am Baikalsee einen Schamanen, der ihm das Eisfischen zeigt und verbringt in der Mongolei eine Woche bei den Nomaden. Die Verständigung mit den Menschen unterwegs war nicht immer ganz einfach, oftmals funktionierte diese nur mit Händen und Füßen. Irgendwie geklappt hat es trotzdem immer, da sich die Einheimischen viel Zeit nehmen, so Peter Fabel. Auch im Zug selbst begegnet man vielen unterschiedlichen Menschen: Einheimischen, die auf der Reise sind, buddhistischen Nonnen, mongolischen Händlern und vielen mehr. „Das ist das Spannende, nicht der Zug, sondern die Menschen, die man trifft“, so Peter Fabel. Wiederholen möchte der Bildjournalist die Reise auf jeden Fall: „Es gibt immer wieder neue Punkte die man sehen kann, alte Sachen, die man nochmal sehen möchte, weil sie so schön sind“. (hs)
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