Erster Welt-Mädchentag

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Ute Sauerwein-Weber (l.) und Gabriele Abel wollen Patenschaften für finanziell schlechter gestellte Mädchen ins Leben rufen, um ihnen die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktionen zu ermöglichen. Foto: cs

Paten für benachteiligte Kinder und Jugendliche gesucht

Von Christina Schlie
Bargteheide. Es gibt den Welt-Kindertag, den Welt-Frauentag und eine Vielzahl anderer internationaler Gedenk- und Aktionstage. Wozu braucht man da noch einen eigenen Welt-Mädchentag?
Die Antwort darauf ist simpel, finden Gabriele Abel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bargteheide und Ute Sauerwein-Weber, Jugendbildungsreferentin: „Weil die Welt bislang die Herausforderungen mit denen Mädchen vor allem in Entwicklungsländern konfrontiert sind, zu wenig beachtete“. Die Einrichtung des 1. Welt-Mädchentag am morgigen 11. Oktober als weltweiter Aktionstag sei ein enormer Erfolg auf dem Wege zur Gleichberechtigung und mache auf die spezifischen Bedürfnisse der Mädchen, ihre Probleme und dass sie häufiger von Armut betroffen sind als Jungs, aufmerksam, so die engagierten Frauen. Für Bargteheide wollen die Beiden als Initiatorinnen an diesem 1. Welt-Mädchentag den Blick auf diejenigen richten, für die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht selbstverständlich ist. „Es fehlt diesen Familien an Geld, um ihren Töchtern die Teilnahme im Sportverein, am Ballett-, Musik- oder Theaterunterricht oder an einem Zeltlager zu ermöglichen“, so Abel. Gefragt sei dabei gesellschaftliches Engagement und der Blick auf das Gemeinwesen. Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund wollen die Gleichstellungsbeauftragte und die Jugendbildungsreferentin der Stadt Bargteheide Patenschaften für Mädchen organisieren, denen ohne eine solche Unterstützung der Weg zu einer aktiven, gemeinschaftlich organisierten Freizeitgestaltung verwehrt bliebe.

Der Mädchen-Tag soll benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen. Dafür sollen Patenschaften geschlossen werden. Bürger, die ein Mädchen finanziell unterstützen, können eine anonyme Patenschaft eingehen. Wie lange diese bestehen bleibt, entscheiden die Paten selbst. Ein- bis zweimal pro Jahr erfolgt eine Rückmeldung über das Patenkind in anonymisierter Form. „Unser Ziel ist, bis zum 11. Oktober mindestens fünf Patenschaften zu sichern“, so die beiden Frauen. Eine volle Patenschaft kostet 30 Euro im Monat, eine halbe Patenschaft 15 Euro.
Eine Patenschaft ist schon sicher. Inga Krambeck, Vorsitzende der Senioren Union, übernimmt mit ihrem Mann eine volle Patenschaft. Angeregt durch ein Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten Gabriele Abel, fühlte das Ehepaar sich angesprochen und unterstützt fortan ein Mädchen aus Bargteheide. Die Pfadfinder sowie Kirsten Martensen vom Kleinen Theater bieten einem Mädchen die kostenlose Teilnahme an der Theaterschule sowie den Pfadfindern an. (cs)
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