Familie Nebel braucht dringend ein Zuhause

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Thomas und Jutta Nebel mit ihren vier Kindern Connor (v.l.), Jennefer, Fabien und Magnus Foto: fnf

Wer hilft bei vier Kindern, einem Hund und einem überschaubaren Budget?

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Fast täglich klickt sich die vierfache Mutter Jutta Nebel durch die Inserate auf den Immobilien-Plattformen und blättert die Kleinanzeigen in den örtlichen Zeitungen durch – immer mit dem gleichen ernüchternden Ergebnis. „Wir sind einfach verzweifelt“, sagt die Hausfrau, die mit ihrem Ehemann Thomas und ihren vier Kindern in einer kleinen Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung im Ahrensburger Norden lebt. „Eigentlich suchen wir schon seit wir hier vor zehn Jahren eingezogen sind nach einer größeren Wohnung, die in unserem finanziellen Rahmen liegt“, sagt die 36-Jährige. Vor ein paar Wochen schien sich alles zum Guten zu wenden. Endlich entdeckte die Familie ein Haus zur Miete. Doch die Enttäuschung folgte bei der Besichtigung. Vor Ort kündigte der Vermieter dann schon eine Mieterhöhung an und gab das Haus, dass eigentlich perfekt für eine größere Familie wäre, an einen alleinstehenden Mann.

Das ist alles schon sehr frustrierend.“ Thomas Nebel

„Das ist alles schon sehr frustrierend. Wer hier eine bezahlbare Wohnung mit mehr als dreieinhalb Zimmern sucht, hat so gut wie keine Chance“, sagt Ehemann Thomas Nebel. „Wenn etwas frei wird, nehmen das viele Vermieter zum Anlass, die Miete gleich zu erhöhen“, so der gelernte Berufskraftfahrer, der nach einem Bandscheibenvorfall unverschuldet in die Arbeitslosigkeit abrutschte und derzeit eine Weiterbildung zum Kaufmann macht, um seine Familie über Wasser halten zu können. Jutta Nebel suchte sogar schon bei der Stadt Hilfe. Doch auch dort ist die Liste der Wohnraum-Interessenten lang und in der gesuchten Größe nichts passendes. Auch bei anderen Stellen gibt es keine Aussicht auf Erfolg. „Als ich mich bei einer Wohnungsgenossenschaft einschreiben wollte, sagte man mir gleich, dass es mit einem Hund quasi unmöglich wäre“, so Jutta Nebel,
die bis vor kurzem als Pflegerin arbeitete, kurz vor Ablauf der Probezeit aber wieder entlassen wurde. „Ich musste mich um meinen an Grippe erkrankten Sohn kümmern. Das hat mein Arbeitgeber nicht mitgemacht.“
Das Tier schaffte sich die Familie vor einigen Jahren als Therapiehund an, als Bewegungs-Motivation für Ehemann Thomas Nebel. Der Vierbeiner ist auch den anderen Kindern ans Herz gewachsen: „Ihn wegzugeben, das können wir unseren Kindern nicht antun.“ Schon lange ist die Situation für die ganze Familie auch gesundheitlich belastend. Dass die beiden älteren Töchter (14 und 15 Jahre alt) sich ein Zimmer teilen müssen, sorgt regelmäßig für Streit. Auch die beiden Jungs, vier und neun Jahre alt, bewohnen einen Raum. Für Jutta und Thomas Nebel bleibt nur ein winziges Zimmer. Die Arge, auf dessen Unterstützung die Familie derzeit ange-wiesen ist, hat den Mietrahmen auf 1.000 bis 1.100 Euro (Warmmiete) angesetzt. Mehr dürfte eine neue Wohnung nicht kosten.

Kinder sollen ihr Umfeld behalten


„Das kann so alles nicht weitergehen“, sagt Thomas Nebel. „Wir brauchen nur ein bisschen mehr Platz.“ Gesucht wird eine Vier-Zimmer-Wohnung oder ein Haus ab 100 Quadratmetern in Ahrensburg oder in der näheren Umgebung, da die Eltern ihre Kinder ungern aus der Schule und dem Freundeskreis herausreißen wollen.

Kontakt zur Familie unter 04102/219 86 32
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