Film ab für die Gemeinde

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Walter Domscheidt mit seiner alten Bauer C5 XL-Kamera Foto: Jenjahn

Walter Domscheidt erweitert seine Aktivitäten in Großensee

Von Olaf Jenjahn
Großensee
Als Walter Domscheidt sein Projekt „Klangbilder“ In Angriff nahm, war ihm klar, es soll nicht nur bei dem Film über die kleine Gemeinde bleiben. „Dass der Film in sich kein abgeschlossenes Projekt sein soll, war mir von vornherein schon klar. Welche Schritte darauf folgen, ergaben Gedanken und Gespräche während und nach den Vorbereitungen und Dreharbeiten. Und in der Folge kommen natürlich immer neue Ideen“, blickt Walter Domscheidt auf das spannende Projekt. Die Uraufführung des Großensee-Films wurde lang erwartet, schließlich hatte Domscheidt viele Gespräche geführt, die schönsten Momente eingefangen und die wunderbarsten Bilder produziert. Als dann im Herbst 2015 der Film erstmals in Ausschnitten gezeigt wurde, wurde er begeistert aufgenommen. Doch nicht nur das. In den Präsentationsabend mischte sich auch etwas leichte Kritik. Im Mix aus Live-Music von Katharina Maria Kagel und bewegten Bildern von Walter Domscheidt fand sich der ein oder andere Protagonist nicht wieder. Grund genug, nicht nur den Film, sondern auch das Konzert auf einer DVD zu präsentieren. „Das Langwierigste daran ist das okay der Gema. Aber ich denke, in den kommenden Wochen kann mit der Produktion der DVD begonnen werden“, erzählt Domscheidt, für den Großensee die große Liebe ist. Aufgewachsen an diesem Ort zog es ihn in den 1970er Jahren nach Heidelberg, wo er im Dienste der US-Army arbeitete. Zuvor war Domscheidt Fotograf in Hamburg. In Heidelberg war er als Logistik-Mitarbeiter tätig und engagierte sich nebenbei in der aufkommenden Friedensbewegung. Zu den beeindruckendsten sportlichen Erlebnissen gehört für ihn der Boxkampf zwischen Jürgen Blin, der einige Zeit in Großensee wohnte, und der Boxlegende Muhammad Ali im Dezember 1971. Domscheidt steht mit seiner Bauer C5 XL-Kamera am Ring in Zürich und filmt den Kampf im Schwergewicht. Doch es zog ihn wieder in die Heimat und so arbeitete er in Hamburg als Journalist, Fotograf und Kameramann. Die Idee, sein Großensee mit all den tollen Menschen im Film festzuhalten, wurde geboren und reifte heran.
Rund drei Jahre dauerte es von der Idee bis zur Uraufführung des Films, ein Jahr lang arbeitete Domscheidt intensiv an dem Projekt. „Ich wollte etwas für den Ort schaffen und somit die Gemeinschaft stärken. Das ist mir, so glaube ich, ganz gut gelungen. Die Akzeptanz für den Film, auch vor der Kamera zu agieren, war sehr groß.“ Viel Rohmaterial kam zusammen, das Domscheidt nun weiter verarbeiten möchte. Auf seinem Internetportal „Großensee aktuell“ sollen Anekdoten und Bewegtbilder zu sehen sein, auch einen YouTube-Channel kann sich Domscheidt vorstellen. „Großensee hat so viel zu bieten, tolle Persönlichkeiten, engagierte Vereine. Das möchte ich gern dokumentieren.“
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