Flüchtlingspolitik in Bargteheide: Mehr Chance als Risiko

Anzeige
Matthias Ilgen, Stefan Studt, Franz Thönnes, Gabriele Abel und Abdula Hassan (v.l.) diskutierten mit den Besuchern Foto: cs

Gut 100 Teilnehmer diskutieren auf Veranstaltung über die Themen innere Sicherheit und Finanzierung

Bargteheide Fragen nach der Inneren Sicherheit und der Finanzierung der Flüchtlingspolitik wurden bei der Veranstaltung „Projekt Zukunft“ debattiert. Rund 100 Teilnehmer diskutierten mit Bundestagsmitglied Franz Thönnes (SPD), Stefan Studt (SPD), Innenminister in Schleswig-Holstein, Gabriele Abel, Bargteheides Gleichstellungs- und Flüchtlingsbeauftragte sowie dem Bundestagsabgeordneten Matthias Ilgen (SPD). „Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, bei dem jede Erstaufnahme für Flüchtlinge mit einer Polizeistation ausgestattet ist“, sagte Studt. Die Politik sei sich ihrer Verantwortung bewusst, so der Politiker. Bis 2019 wird daher die Zahl der Polizistenanwärter deutlich erhöht. Außerdem werden 150 Stellen zur sofortigen Unterstützung geschaffen. Polizisten im Vorruhestand haben die Möglichkeit, ihre Dienstzeit zu verlängern, versuchte der Innenminister ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. „Auch ein überdimensionaler Anstieg an Straftaten in Verbindung mit den Flüchtlingen sei nicht spürbar.“ Integration sei eine Gesellschaft verändernde Kraft, die es auszuloten ginge, betonte der Politiker. „Bund, Land, Kommunen und Bürger müssen sich auf allen Ebenen gemeinsam engagieren“, sagt Studt, der die Flüchtlingssituation als Chance und weniger als Risiko für Deutschland sieht. Studt forderte aber auch, dass das Land mindestens 50 Prozent der finanziellen Belastungen durch die Flüchtlinge übernimmt. Wie gut die Integration in Bargteheide funktioniert, erzählte Abdula Hassan, ein junger syrischer Flüchtling, der seit 18 Monaten in Deutschland lebt. Seit er sich in der Flüchtlingshilfe „Bunte Vielfalt“ engagieren kann, fühle er sich besser. (cs)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige