Formen von Gewalt

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Thea Scholz (v.l.), Kalle Wilke und Marie Fröhlich waren begeistert von der Vorhabenwoche. Die 12-Jährigen haben viel über Eigenverantwortung gelernt und sind sensibel für das Thema „Versteckte Gewalt“ geworden. Foto: cs

Anne-Frank-Schüler wurden für das Thema sensibilsiert

Bargteheide. „Was ist eigentlich Gewalt? Und ab wann bin ich vielleicht selbst ein Täter?“ Diesen Fragen gingen in der vergangenen Woche Sechstklässler der Anne-Frank-Schule nach.
Unter dem Motto „Fair ist cool“ fand zum fünften Mal eine Vorhabenwoche zum Thema Gewaltprävention an der Schule statt. Ziel sollte es sein, den 100 Schülern aus den vier sechsten Klassen das Bewusstsein für die Thematik und die unterschiedlichen Formen von Gewalt zu verdeutlichen.
„Eine Ohrfeige auf dem Schulhof ist deutlich als Gewalt erkennbar, doch wie sieht es mit einer Verleumdung im Internet aus“, erklärte Klassenlehrer und Mitglied des Präventionsteams der Schule Christoph Janowitz. Deshalb war Cybermobbing auch ein großes Thema der Woche. Die eigene Sensibilität schärfen, die Opfer-Täter-Sicht erkennen und zu wissen, wo man Hilfe erhalten kann, waren wichtige zu klärende Fragen. Die Polizei besprach mit den Mädchen und Jungen vor Ort ihre Rechte und die Anlaufstellen zum Schutz der eigenen Persönlichkeit sowie mögliche Hilfsoptionen.
„Sich bewusst über die Folgen eines vielleicht nur blöden Scherzes zu werden“, erkannten Thea, Kalle und Marie als ein bedeutendes Lernziel. Schließlich werden in Deutschland rund 500.000 Kinder jährlich gemobbt.
2000 Euro kostete das Schulprojekt. Um diese Vorhabenwoche finanzieren zu können, kam die Unterstützung von der Jugendschutzbeauftragten des Kreises, der Sparkassen-Stiftung Holstein, der Budnianer-Hilfe, dem IQSH sowie dem Rotary Club Bargteheide zum rechten Zeitpunkt.
Zum Ende der Woche übergaben die Schüler der Stadt, vertreten durch Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth und der Schule, vertreten durch ihren stellvertretenden Schulleiter Joachim Stolzenberg, ihre Wünsche für ein „Fair ist cool“-Miteinander. Dabei ging es um saubere Toiletten, besseres Mensaessen und ein saniertes Freibad. (cs)
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