Freundeskreis Ammersbek ist jetzt ein Verein

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„Freundeskreis für Flüchtlinge“ (v.l.): Beisitzer Armin Schubert, Schriftführerin Anneliese Wittern, Erste Vorsitzende Waltraut Biester, Rita Thönnes(Stellvertreterin), Beisitzer Holger Lehman und Kassenwart Sven Schäfer Foto: stb/Waltraut Biester

Die Flüchtlings-Helfer veranstalten am 20. August ein Nachbarschaftsfest

Von Stella Bandemer
Ammersbek
Mehr als 160 Flüchtlinge leben in Ammersbek. Der größte Teil von ihnen kommt aus Syrien und Afghanistan. Der Verein „Freundeskreis für Flüchtlinge in Ammersbek“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen auf der Flucht willkommen zu heißen. Zu diesem Zweck gründeten rund 20 Mitglieder des ehemaligen Freundeskreises nun den gemeinnützigen Verein. „Zuerst war der Freundeskreis eher provisorisch und aus der Not heraus entstanden“, sagt die Erste Vorsitzende Waltraut Biester. Die ehrenamtliche Initiative hatte sich Anfang 2014 spontan gegründet, um den Schutz suchenden Menschen das Einleben zu erleichtern. Doch nun mit mehr als 100 ehrenamtlichen Helfern, bedurfte es der Strukturen eines Vereins, um die Arbeit transparent zu gestalten. Und das unter dem Motto: So viel Bürokratie wie nötig, aber nicht mehr als erforderlich. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Rita Thönnes gewählt. Schriftführerin ist Anneliese Wittern, Kassenwart Sven Schäfer. Holger Lehman und Armin Schubert wurde zu Beisitzern gewählt. Biester ist seit knapp einem Jahr aktives Mitglied im Freundeskreis. „Am Wichtigsten ist mir, dass die Neuankömmlinge schnell die Möglichkeit haben, Deutsch zu lernen. Und, dass Patenschaften gebildet werden“, sagt sie. Paten sind unterstützende Kontaktpersonen für Familien oder Einzelpersonen. Sie helfen mit ihrer „Zeitspende“ bei der Orientierung in einem noch fremden Umfeld, unterstützen in Alltagsfragen, bei Behördengängen, Arztbesuchen, Deutschkursen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Die Ammersbekerin ist selbst auch Patin. Ihr „Schützling“ ist der 25 Jahre alte Saeid Sadat aus Afghanistan. Erst kürzlich waren beide beim Bundesamt für Migration in Neumünster, als die positive Nachricht kam: Saeid bekommt einen vorläufigen Ausweis. „Das hat uns beide sehr gefreut“, sagt Biester. Aber nicht nur Patenschaften werden vom Verein koordiniert. Auch Kleiderspenden, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse und Freizeitangebote für Flüchtlinge organisiert der Freundeskreis. Gerade plant der Verein ein Nachbarschaftsfest in der Flüchtlingsunterkunft. Das Fest zum gegenseitigen Kennenlernen findet am Sonnabend, 20. August, an der Georg-Sasse-Straße statt. Es soll ein kleines internationales Büfett und Angebote zum Spielen geben.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet auf www.freundeskreis-ammersbek.de
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