Frisch Gezapftes aus Grönwohld

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Braumeister Torsten Schumacher mit einem frisch gebrauten Grönwohlder Bier Foto: oj
 
Verschiedene Malzsorten werden für die Biere aus Grönwohld benötigt Foto: oj

Bieraktie, Cider und ein „Grouge“: „Craft“ ist das Zauberwort

Von Olaf Jenjahn
Grönwohld
Das vergangene Jahr kann die Grönwohlder Hausbrauerei durchaus als Erfolg verbuchen: „Auch wenn der allgemeine Bierkonsum rückläufig ist, kleine Brauereien haben einen enormen Zulauf“, sagt Brauereichef Torsten Schumacher. Craft Bier heißt das Zauberwort. „Craft“ bedeutet in diesem Falle „handgemacht“ und ist ein Beleg dafür, dass das Gebräu in kleinen Mengen und mit viel Liebe zum Detail hergestellt wird. Der Weg zum wahren Biergenuss führt weg von „Allerweltsware“ hin zur Braukunst im allerbesten Sinne. Seit 2009 braut Torsten Schumacher sein eigenes Bier und machte damit das Hobby zum Beruf. Mit viel Engagement und Ideenreichtum hat er es geschafft, die wohl kleinste Brauerei in Stormarn zu etablieren. Auf Bier- und Stadtfesten, nicht nur in der Region, sind die Grönwohlder Jahr für Jahr präsent. Vor rund sechs Jahren legte Schumacher eine „Bier-Aktie“ auf, mit deren Hilfe sich das Unternehmen gut entwickelt hat. Um die 200 Aktien im Wert von 1000 Euro sind bereits ausgegeben worden. Verzinst wird die Anlage mit 7,5 Prozent, die gibt es allerdings in flüssiger Währung. Die Aktionäre können sich die Dividende in Pils, Landbier, Dunkel oder Spezial auszahlen lassen. Eine andere Art der Gewinnbeteiligung. Torsten Schumacher ist es im vergangenen Jahr gelungen, ein glutenfreies Bier herzustellen. Es ist das erste seiner Art, welches im Norden produziert und angeboten wird. Über ein Jahr probierte der Bier-Sommelier mit einer neuen Verfahrenstechnik, dann stand das erste Glas mit glutenfreiem Bier schließlich auf dem Tisch. Die guten Werte seines „Grouge“, eine Mischung aus „Grönwohlder“ und „Rouge“ für rot, ließ sich Schumacher von einem Hamburger Labor zertifizieren. Erlaubt sind bis zu 20 Milligramm Gluten pro Liter, unser ’Grouge’ bringt es auf 13“. Durch dieses neue Verfahren ist es nun möglich, jedes Bier aus dem Sortiment der Grönwohlder Brauerei glutenfrei zu produzieren. Wer die frischen Biere, die eine deutlich kürzere Haltbarkeit besitzen als herkömmliche Biere, testen möchte, sollte seine Bestellung mindestens fünf Tage vor Abholung in der Brauerei aufgeben. Die Getränke werden erst dann abgefüllt, wenn der Kunde seine Bestellung aufgegeben hat. Derzeit experimentiert Torsten Schumacher an weiteren Erfrischungen herum. „Ein Bekannter aus England fragte mich, ob ich nicht auch Cider herstellen könnte. Ich bejahte das und wenig später wurden mir Gerätschaften und Rohstoffe von ihm geliefert. Einfach so“, erzählt Schumacher mit einem Lächeln auf den Lippen und einem leichten Kopfschütteln. Dennoch war der Ehrgeiz geweckt und der Bier-Sommelier Schumacher stellt nun aus drei verschiedenen Apfelsorten den Cider her.

Über die Schulter schauen


Die Grönwohlder Hausbrauerei öffnet sich auch in diesem Jahr wieder der Kundschaft und den Bierfreunden. Am 9. März wird zu einem Tag der offenen Tür geladen, am 5. Mai wird der Vatertag in der Brauerei gefeiert. Das Sommerfest wird am 2. Juli gefeiert, Erntedank am 8. Oktober. Bei allen Veranstaltungen können sich die Besucher davon überzeugen, wie das Bier in der Brauerei hergestellt wird. Auch wer die Braukunst einmal selbst erlernen möchte, kann an entsprechenden Seminaren in der Brauerei teilnehmen. Freie Termine gibt es ab Februar.

Weitere Infos: Grönwohlder Hausbrauerei, Poststraße 21, Grönwohld, Telefon: 04154/984141, www.groenwohlder.de
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2 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 23.01.2016 | 15:06  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 24.01.2016 | 01:29  
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