Frischekur am Schloss

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Svenja Steimann (19), vor kurzem von Hamburg nach Ahrensburg gezogen. Sie geht öfter am Schloss spazieren. Großen Spaß macht das bei dem Gestank nicht Foto: stb

Ab Oktober wird Stink-Schlamm beseitigt – für 655.000 Euro

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Für Spaziergänger wie Svenja Steimann (19) ist der Rundgang um das Schloss schon lange kein Vergnügen mehr. „Es stinkt. Das ist ziemlich unangenehm“, findet Svenja. Der starke Geruch entsteht, da die Pflanzenwelt im Schlossgraben ökologisch tot ist, das Gewässer ist zudem stark verschlammt.

Los geht es ab Oktober

Nun greift die Stadt ein. Sie investiert 655.000 Euro für die Entschlammung des äußeren Schlossgrabens. Anfang Oktober sollen die Arbeiten beginnen. 3.050 Quadratmeter Sediment müssen abgetragen werden. Auch die Teilentschlammung der Teiche, wo 2.050 Quadratmeter Sediment abgetragen werden müssen, sollen zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen.

Seit den 60er-Jahren nichts gemacht

Die Entschlammung wäre die erste seit den 60er-Jahren. Die ersten 35.000 Euro sind bereits in die Planung durch die Firma Planula geflossen, die nun abgeschlossen ist. Über die Freigabe der Restsumme (622.000 Euro) entscheiden die Mitglieder des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses in dieser Woche. Mit dem Geld soll die Ausschreibung, Vergabe und Umsetzung der Maßnahme finanziert werden.

Museumsleiterin freut sich über Maßnahme

Auch Tatjana Ceynowa, Museumsleiterin im Schloss Ahrensburg, freut sich, dass nun etwas passiert. „Wenn die Verschlammung weiter geht, wäre die Situation für Spaziergänger nicht mehr zumutbar“, sagt sie. Der doppelte Schlossgraben existiere außerdem schon seit 1850. „Es wäre schade, wenn er nun verloren ginge.“ Durch seine Verschlammung verströmt der Schlossteich derzeit einen starken Geruch. Ab Oktober soll das vorbei sein, dann beginnen die Arbeiten zur Reinigung des Gewässers. Bei „normaler Winterwitterung“ sollen die Schlossgräben Ende Februar entschlammt sein. Dies ist die Voraussetzung dafür, der Gewässerverband Ammersbek-Hunnau ab Frühjahr die Verpflichtung übernimmt, das Gewässer zu unterhalten.
Tatjana Ceynowa, Museumsleiterin im Schloss sagt: „Die Maßnahmen sind sehr wichtig für die Standsicherheit des Schlosses, denn im inneren Graben muss ein gleichbleibender Wasserstand geben sein.“ Wichtig sei es auch für den Museumsbetrieb, dass die Maßnahmen im Frühjahr abgeschlossen sind, wenn die Besuchszeit wieder los geht. Dann ist das Schloss auch dem Stadtjubiläum im nächsten Jahr gewappnet. Nach der Entschlammung ist die Errichtung eines Sandfanges vor dem Zulauf des Schlossteichs geplant, um weiteren Sandeintrag zu verhindern. (stb)
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