Gefährliches Wetter

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Knut Harder (DLRG) am Großensee Foto: fnf

DLRG: Hitze erhöht Unfallgefahr

Stormarn Seit Wochen anhaltende, hohe Temperaturen locken die Menschen an die Stormarner Badeseen. Für die Sicherheit sorgt dort die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Trotz der Wetterlage und den zahlreichen Gästen gab es nur wenige Unfälle im Kreis Stormarn. Am Reinfelder Herrenteich wurde ein Kind (12) schwer verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem ihm jemand auf den Kopf gesprungen ist.
„Davon ab gab es in dieser Saison glücklicherweise noch keine größeren Zwischenfälle. Ein großes Problem ist aber derzeit das Wetter mit seinen großen Temperaturschwankungen“, sagt Knut Harder vom DLRG Stormarn. „Dadurch müssen wir oft sehr kurzfristig Rettungsschwimmer an die Badeseen stellen.“
Das mitunter heiße und schwüle Wetter kann auch bei Badegästen zu gefährlichen Situationen führen. „Gerade ältere Menschen sollten unbedingt langsam ins Wasser gehen. Sonst drohen Kreislaufzusammenbrüche“, warnt Harder, der mit einem Team aus freiwilligen Rettungsschwimmern den Südstrand am Großensee betreut. Bei hoher Sonneneinstrahlung sollten sich Badegäste möglichst viel im Schatten aufhalten. Immer wieder musste das DLRG-Team diese Saison Menschen versorgen, die einen Sonnenstich erlitten hatten. Besonders wichtig: Viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
„Gefährlich ist es auch, wenn Schwimmer ihre Leistungsfähigkeit überschätzen. Auf dem Wasser können Entfernungen leicht falsch eingeschätzt werden“, sagt Knut Harder. Immer wieder kommt es vor, dass sich Badegäste auf den Weg zu der Insel auf dem Großensee machen, um sie zu umrunden. „Das sind etwa zwei Kilometer.“
Die größte Gefahr und wohl häufigste Ursache für Badeunfälle geht aber von einem gesellschaftlichen Problem aus. Immer weniger Kinder können richtig schwimmen. „Das müsste eigentlich zur Grundausbildung gehören. Doch der Schwimmunterricht wird immer weiter in den privaten Sektor verlagert und findet an Schulen häufig nicht mehr ausreichend statt“, ärgert sich Knut Harder. „Das halte ich für fahrlässig.“
Vor einem Badebesuch – ob am Großensee, an einem der zahlreichen anderen Binnengewässer Stormarns, oder am Meer – sollten sich Schwimmer immer genauestens informieren. Dafür empfielt Knut Harder die drei DLRG-Apps. „DLRG Info“, DLRG Baderegeln (besonders für Kinder geeignet) und das DLRG Prüfungsfragen-Quiz. Alle sind für Android und iPhone erhältlich. (fnf)
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