Gemeinde sucht ab Mai Klimaschutzmanager

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In der Biogasanlage am Ziegelbergweg wird aus Müll Energie gewonnen Fotos: will

Biogasanlage und Klima-Kita wegweisend. „Baugebiete ökologisch ausrichten“

Trittau. Mitte Mai wird die Gemeinde die Stelle für einen Klimaschutzmanager ausschreiben. Dies teilte Thorsten Tenzer, Mitarbeiter der Verwaltung mit. Vergangene Woche gab die staatliche Jülich Stiftung, die 65 Prozent der Kosten für das Projekt zahlt, den Entwurf der Gemeinde für ein Klimaschutzkonzept frei.
Geplant ist eine Halbtagsstelle, die auf drei Jahre befristet ist. Das Projekt kann verlängert werden. 20.000 Euro investiert die Gemeinde in den Plan, künftig einen festen Ansprechpartner zu haben, der unter anderem private und gewerbliche Bauherren unabhängig bei nachhaltigen Modernisierungsmaßnahmen berät. Die erste Potenzialanalyse des Klimaschutzkonzeptes zeigte unter anderem, dass es in Trittau zahlreiche Dachflächen gibt, die mit Photovoltaik ausgestattet werden können. „Auch die ökologische Ausrichtung zukünftiger Baugebiete fällt in den Aufgabenbereich eines Klimaschutzmanagers“, erklärt Tenzer.

Aus Müll Energie erzeugt

Bereits jetzt gibt es eine Biogasanlage auf dem Gelände der Abfallwirtschaft Schleswig-Holstein (AWSH) am Ziegelbergweg. Die im Kreis Stormarn und Herzogtum Lauenburg gesammelten Bioabfälle werden hier vergoren. So entsteht Biogas, aus dem Strom und Wärme gewonnen wird.
Nahezu autark funktioniert die Strom- und Heizwärmeerzeugung im Kindergarten an der Großenseer Straße. Die Kita Kinderzeit, die von der DRK betrieben wird, befindet sich in einem Niedrigenergiehaus, das mit einer Wärmepumpe beheizt wird.
Auch Jungen und Mädchen anderer Einrichtungen sollen zum Stromsparen animiert werden. Ein Beispiel ist das mit Bundesmitteln geförderte „fifty-fifty-junior Projekt“, bei dem Kinder dafür sensibilisiert werden sollen, zum Beispiel das Licht zu löschen oder die Heizung herunter zu drehen, wenn sie ihren Klassenraum verlassen. Einrichtungen, die es schaffen, ihren Energiebedarf zu halbieren, bekommen das eingesparte Geld ausgezahlt und können darüber frei verfügen.
Auch die Bevölkerung soll der künftige Klima-Experte für
Aktionen gewinnen. Nachbarstädte wie Ahrensburg, Bargteheide oder Bad Oldesloe initiieren bereits Aktionen wie das Stadtradeln oder den Tag der Erneuerbaren Energien. „Das Thema muss auch in Trittau voran getrieben werden“, sagt Max Mann. Der SPD-Politiker hat die Realisierung eines Klimaschutzkonzeptes mit auf den Weg gebracht. (will)
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