Geschenke für Flüchtlinge

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Frederike (3.v.r.), Kati (2.v.r.) und Emelie (r.) übergeben die GeschenkeFotos: cs

Bargteheider Gastfreundschaft ermöglichte Wunschweihnachtsbaum

Bargteheide. „Vergesst die Gastfreundschaft nicht, schon manch einer hat ohne es zu wissen einen Engel beherbergt“, mit diesem Bibelzitat eröffnete Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Abel die Weihnachtsfeier, die in der vergangenen Woche am Kopernikusgymnasium stattfand. Mit dabei waren auch etwa 30 Flüchtlinge.
Nur wenige Tage zuvor hatten Lehrer Hauke Seiler und Caroline von Sobbe die Idee eines „Wunschsterne-Weihnachtsbaums“ entwickelt und kurzfristig umgesetzt. Dafür befragten die Pädagogen mit der Gleichstellungsbeauftragten
etwa 200 Flüchtlinge, was sie sich zu Weihnachten wünschen. Etwa die Hälfte von ihnen lebt seit kurzem in Bargteheide.
Was sich die Menschen aus Syrien, Afghanistan, Russland, Eritrea, aus dem Jemen und aus dem Kosovo wünschen, schrieben sie auf Zettel und hängten diese an den Baum: ein gebrauchtes Fahrrad, einen Schrank, einen Tisch. Zudem wünschten sich viele nichts sehnlicher als einen Fön. Kinder schrieben meist Spielzeugwünsche nieder.
„Die Geschichten, die hinter jedem einzelnen Wunsch stehen, sind sehr anrührend“, so Abel. Die Spendenbereitschaft der Bargteheider war groß.
Binnen weniger Tage verwandelte sich das Sekretariat der Schule in ein Geschenkelager. Schließlich wurde jeder einzelne Wunsch erfüllt. Mitarbeiter des Bauhofs brachten den Familien ihre Geschenke in die Unterkunft, in der sie zur Zeit leben.

20 ehrenamtliche Paten

Mehr als 20 ehrenamtliche Paten haben sich bereits in den vergangenen Wochen gemeldet, um die Flüchtlinge auch darüber hinaus zu unterstützen und ihnen das Einleben in ihrer neuen Heimat zu erleichtern.
„Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schüler können mit den Kindern spielen, Väter die neuen Schränke anschrauben. Es gibt Menschen, die helfen beim Deutschlernen oder begleiten die Neuankömmlinge zum Amt oder Arztbesuch“, gibt Gabiele Abel praxisnahe Beispiele, wie man helfen kann.
Zudem verweist Bürgermeister Dr. Henning Görtz darauf, dass nicht jede Religion Weihnachten so wie wir feiere. Er betont: „Doch auf die Nächstenliebe besinnen sich am Ende alle.“ (cs)
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