Golfplatz in Tangstedt

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Auf dem 100 ha großen Gelände werden ein 18-Loch-Golfplatz, ein 6-Loch-Kurzplatz sowie ein Übungsareal mit Chipping-, Pitching- und Putting-Grüns entstehen. Foto: H.-E. Jaeger/hfr

Gemeinde befürwortet die 18-Loch-Anlage

Von Hans-Eckart Jaeger
Tangstedt. Hans-Detlef Taube hat in seinem Leben noch keinen Golfschläger in der Hand gehabt. Als ehrenamtlicher Bürgermeister von Tangstedt muss er sich aber von Amts wegen darum kümmern, was in seiner Gemeinde passiert.
Auch um Menschen oder Firmen, die einen Golfplatz bauen wollen.
Der pensionierte Mediziner, 25 Jahre leitender Anästhesist im Heidberg-Krankenhaus, steht am Ende der Straße Bäckerbarg im Ortsteil Wilstedt. „Hier entsteht der Golfclub Hamburg-Oberalster“ heißt es auf einem großen Schild. „Ich bin damit einverstanden, und für die Gemeinde ist die geplante 18 Loch-Anlage ein Imagegewinn“, versichert Taube. „Ich weiß aber, dass es verschiedene Meinungen gibt. Manche Hobbygolfer fühlen sich ausgeschlossen. Sie glauben, dass Nichtmitglieder nicht willkommen sind.“
Ehemaliger Golf-Profi
Barry Rookledge (Ammersbek) ist überzeugt, dass er die richtige Idee hatte. Der ehemalige britische Golfprofi, Betreiber der Golfplätze in Sülfeld und Siek/Ahrensburg, baut nun auch in Tangstedt/Kreis Stormarn einen Golfplatz - nur für Mitglieder. „Damit wird die Exklusivität gewahrt“, sagt Ehefrau Janinna. „Als Gegenpol zu dem durchaus legitimen Trend Golf als Volkssport.“ Das Interesse ist groß: „450 Golfspieler haben sich schon bei uns gemeldet“, verrät Barry Rookledge, der in seiner aktiven Zeit mehrfach die Rangliste der Professionals in Norddeutschland angeführt hat. Er will nicht mehr als 600 Mitgliedern Zugang gewähren. Insider schätzen, dass für jeden Erwachsenen 2500 Euro Jahresbeitrag fällig werden. Die Höhe der Anzahlung soll fünfstellig sein. Der neue Golfclub Hamburg-Oberalster am Rande des Ortsteils Wilstedt setzt auf Qualität und Exklusivität. Damit werde gewährleistet, so die Betreiber, dass alle Mitglieder ihrem Golfspiel uneingeschränkt nachgehen können – ohne Wartezeiten durch Greenfee-Spieler, Fremdturniere oder eine zu hohe Anzahl an eigenen Clubmitgliedern. Spitzengastronomie, Weinkeller, Kaminzimmer und Bibliothek gehören im Clubhaus dazu.
Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft läuft, basierend auf der vertraglich gesicherten Pachtzeit für das Areal, über mindestens 35 Jahre und kann sowohl veräußert als auch vererbt werden. Barry Rockledge („Ich verhandele noch mit drei möglichen Co-Investoren“) kündigt den Baubeginn nach siebenjähriger Anlaufzeit für diesen Herbst an, die Eröffnung ist für September 2013 geplant.
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