Grünes Licht für Lindenhof in Ahrensburg

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Modern und funktionell: Das ist der Entwurf der Lindenhof-Bebauung Grafik: DFZ Architekten

Lokalpolitik stimmt für Bebauung, allerdings mit einem knappen Ergebnis

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Es war ein knappes Ergebnis, aber es ist entschieden: Der „neue“ Lindenhof kommt. In der Stadtverordnetenversammlung hat die Lokalpolitik grünes Licht für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan gegeben – mit 14 Ja-Stimmen von CDU und Grünen gegen zwölf Gegenstimmen von SPD, FDP und WAB. Einigkeit sieht anders aus. Beim Lindenhof-Projekt geht es konkret um die Bebauung des gleichnamigen Grundstücks in Bahnhofsnähe mit einem Wohn- und Geschäftsgebäude. Das Gelände misst rund 3.000 Quadratmeter, der von dem Hamburger Büro DFZ Architekten entworfene Komplex hat eine Bruttogeschossfläche von 10.000 Quadratmetern. Der Investor plant dort ein sechs Stockwerke hohes Gebäude mit einer Mischnutzung aus Wohnungen, Praxen und Einzelhandel.

Parkplätze fallen weg


Für Kritik sorgte in der Vergangenheit immer wieder der Wegfall von 90 Parkplätzen. Die Liberalen seien grundsätzlich nicht gegen eine Bebauung der Fläche, begründete Thomas Bellizi (FDP) die Gegenstimmen der Fraktion. Aber durch das Wegfallen der Stellplätze könnten Kunden des örtlichen Einzelhandels der Innenstadt künftig fernbleiben. Durch die neuen Einzelhandelsflächen am Lindenhof besteht außerdem die Gefahr, dass der Einzelhandel in der Innenstadt geschwächt wird. Ähnlich argumentierten auch WAB und SPD. Weder die Radwege- noch die Verkehrssituation am Bahnhof seien in der Entscheidung ausreichend berücksichtigt worden. Die CDU stimmte im wesentlichen aufgrund der innenstadtnahen Schaffung von 70 Mietwohnungen für das Projekt. Außerdem bekommt die Stadt Ahrensburg durch den Verkauf Einnahmen in Höhe von fast vier Millionen Euro. Mit der angespannten Parkplatzsituation war aber keine der Fraktionen richtig zufrieden. Der Investor, das Karlsruher Unternehmen Curata, zahlt allerdings 500.000 Euro als eine Art Stellplatz-Ablöse an die Stadt. Insgesamt kostet das Bauprojekt rund 30 Millionen Euro. Nachdem jetzt das Baurecht geschaffen wurde, kann der Investor mit den Arbeiten beginnen. Anfang 2017 ist der Baustart geplant. Fertigstellung: Herbst 2018.

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