Haus für Asylanten

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So sollen die Holzhäuser aussehen, in denen künftig Asylbewerber in Ahrensburg wohnen sollen Zeichnung: Stadt Ahrensburg/ Repro: fnf

Ahrensburg plant dritten Standort. Anwohner besorgt

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Die Stadtverwaltung rechnete bislang mit 209 Flüchtlingen, die bis Ende des Jahres in Ahrensburg untergebracht werden müssen. Doch nun werden Zuweisungszahlen auf 318 Asylbewerber erhöht.

Dritter Standort geplant


Um noch mehr Unterkünfte zu schaffen, plant die Stadt weitere Gebäude an den Standorten an der Langen Koppel und im Reeshoop. Doch: „Die bereits beschlossene Erweiterung wird nicht ausreichen, den Bedarf zu decken“, so Bürgermeister Michael Sarach. „Im Haushalt wurden darum bereits zusätzliche Mittel für einen weiteren Standort bereitgestellt.“Sechs Wohneinheiten sollen auf dem städtischen Grundstück am Ahrensburger Kamp entstehen. 22 bis 25 Personen werden darin leben.
Die Mitglieder der Interessenvertretung Ahrensburger Kamp, einem Verein aus Anwohnern des Viertels, möchten bei diesem Vorhaben mehr Mitsprache. Sie fühlen sich nicht ausreichend informiert und übergangen. Ihre Haupt-
sorge ist, dass es in der Einrichtung zu Auseinandersetzungen kommt.
Genau das wollen Politik und Verwaltung durch die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet verhindern. Die Unterkünfte sollen keinem Lager oder einer Massenunterkunft ähneln, heißt es in einer Sitzungsvorlage.
Ursprünglich wurden an den Standorten Lange Koppel und Reeskoop ausschließlich Aussiedler und wohnungslose Personen untergebracht.
Aufgrund der zu Verfügung stehenden Wohnungen sind nun auch Asylbewerber bei Bedarf dort untergebracht worden. „Die Vermischung der unterschiedlichen Personengruppen hat bislang keine gravierenden Probleme hervorgerufen“, sagt Sarach.

Einzug ab Herbst 2015


Alle Unterkünfte sollen in Holzrahmenbauweise entstehen. Durch die flexiblere Raumaufteilung wird es gelingen mit den vier Gebäuden 24 Wohneinheiten unterschiedlichster Größen für insgesamt bis zu 88 Personen zu schaffen. Die Stadtverwaltung rechnet mit Baukosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro.
Der Bau soll, nach erfolgter Ausschreibung, im Spätsommer beginnen und im September sollen dann die ersten Flüchtlinge einziehen.
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