Hilfe für gestresste Mütter

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Erst zur Kita, dann ins Büro – viele Mütter überfordert die Doppelbelastung Foto: cs

Corinna Wietelmann weiß Rat bei drohendem Burn-out. Kurs ab 28. März

Von Christina Schlie
Bargteheide
Längst sind es nicht mehr nur Manager, die an Burn-out erkranken. Auch immer mehr Müttern wächst die Belastung von Beruf und Familie über den Kopf. Corinna Wietelmann, psychologische Beraterin, bietet nun einen Workshop „Burn-out – Prävention für Mütter“ an.
„Der Druck, alles immer perfekt machen zu müssen, schafft Stresspotential“, sagt die 40-Jährige. „Stress gehört aber zum Leben dazu. Viele haben es einfach nie gelernt, richtig damit umzugehen.“
Als Ursachen für die psychischen Beschwerden sieht Corinna Wietelmann den ständigen Zeitdruck und den immer weiter steigenden Leistungsanspruch, dem insbesondere Frauen ausgesetzt sind. „Gleichberechtigung ist ein wichtiges Gut, aber die Wirklichkeit sehe laut der Beraterin oftmals noch ganz anders aus. Viele Frauen leben immer noch in der traditionellen Rollenverteilung, sind verantwortlich für Kinder und Haushalt, sollen aber auch in der Arbeitswelt erfolgreich ihren Beitrag leisten. Dazu kommt, dass der Anspruch nach Perfektionismus von der Gesellschaft oft vorgegeben wird.
„Ein schönes Heim, eine harmonische Beziehung, Kinder, die zielstrebig in der Schule sind und dazu noch die eigene Berufstätigkeit, all diese Ansprüche kann einer allein nicht meistern“, so Corinna Wietelmann, die aktuell noch eine Ausbildung zur Psychotherapeutin absolviert. „Frauen haben immer noch das Gefühl, sie sind dafür verantwortlich, dass sich alle wohlfühlen.“

Stressmacher entlarven


In dem Schnupperkurs, der am 28. März, zwischen 9 und 13 Uhr im Kinderhaus Kids & Flips in Lasbek stattfindet, geht es darum, die individuellen Stressmacher kennenzulernen, sie zu entlarven, umzulenken und sie produktiv zu nutzen. „Außerdem lernen wir schnelle Entspannungstechniken“, verspricht die Mutter eines erwachsenen Sohnes, die den Betroffenen gern einen „Handwerkskoffer für den Alltag“ mitgeben möchte.
Burn-out sei keine Frage des Alters oder der Herkunft. Als Tagesmutter hat Corinna Wietelman regen Kontakt und Austausch zu Müttern, die oftmals mit denselben Stresssituationen zu kämpfen haben. „Ich rate dann immer, gönnt Euch im Alltag regelmäßig alle 1,5 Stunden eine kleine Auszeit, nur für Euch alleine. Atmet tief durch und genießt die Pause. Das funktioniert, wenn man sich regelmäßig daran hält. Nur wer auf sich selbst aufpasst, kann auch für andere das ein.“
Wer die körpereigenen Signale missachtet, kann schnell ernsthaft krank werden.
Burn-out ist der Erschöpfungszustand, dem innere Leere und Lustlosigkeit vorausgegangen sind. „Wenn ich feststelle, dass jemand krankhafte Symptome zeigt, verweise ich unbedingt an einen Mediziner, da ich auch gar keine Diagnose stellen darf“, betont Corinna Wietelmann. Neben den Müttern bietet die Lasbekerin auch Stressprävention für Grundschüler an.

Weitere Informationen unter www.gesundheitsberatung-stormarn.com
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