Hoffen auf die Politik

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Brauereichef Torsten Schumacher, Bundestagsabgeordneter Norbert Brackmann und Landtagsabgeordneter Tobias Koch (beide CDU, v.l.) zapfen ein frisches Grönwohlder Foto: Jenjahn

Grönwohlder Brauerei für Erweiterung auf Suche nach Grundstück

Von Olaf Jenjahn
Grönwohld/Ahrensburg
Auch wenn der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann nur gelegentlich mal einen Glas Bier konsumiert, besitzt er ein Herz für die Grönwohlder Hausbrauerei: „Dieses Unternehmen ist der Beleg dafür, dass man mit neuen Ideen in einem Nischenmarkt erfolgreich sein kann“. Brackmann war, gemeinsam mit Parteifreund und Landtagsabgeordneten Tobias Koch, am vergangenen Mittwoch zu Gast in der ersten Brauerei Stormarns. Hier wird unter anderem ein glutenfreies Bier gebraut, welches für den Norden einzigartig ist.
Brauereichef Torsten Schumacher und Geschäftsführer Sascha Hauck wollten in erster Linie über den Stand der Dinge in Bezug auf den geplanten Bau der Genussbrauerei in Ahrensburg informieren. „Derzeit bewegt sich leider nur wenig“, erzählte Torsten Schumacher. Drei Grundstücke haben sich die Brauereiverantwortlichen ausgeguckt. Während in Ahrensburg das Gelände des ehemaligen Rohrbogenwerkes in der Bogenstraße sowie im Gewerbegebiet Beimoorweg im Fokus der Grönwohlder sind, könnte die dritte Möglichkeit auch das Gelände des ehemaligen Parkhotels Manhagen in Großhansdorf bebaut werden. Doch in allen Fällen stockt es. „Wir stehen mit dem Eigentümer in Verhandlung über den Erwerb des Grundstückes. Aber aktuell ist Ruhe“, sagt Torsten Schumacher zum Areal an der Bogenstraße. In Sachen Gewerbegebiet Beimoorweg scheint offensichtlich nicht ganz klar zu sein, wer der richtige Ansprechpartner für den Grundstückskauf ist. Aus Großhansdorf erhielt die Brauerei vom Bauausschuss erst einmal eine Absage, obwohl zuvor Gespräche mit dem Bürgermeister und dem Bauamt positiv verlaufen waren. „Wir brauchen die Hilfe der Politik. Ohne Grundstück brauche ich für solch ein Projekt keine Investorengespräche führen“, sagt Torsten Schumacher.

Genussbrauerei passt nach Ahrensburg


Sowohl Brackmann als auch Koch versprechen Hilfe. „In der Ahrensburger Politik hat die Brauerei mit diesen Plänen offene Türen eingerannt, das passt wie die Faust aufs Auge. Wir werden die Gespräche mit den Grundstückseigentümern anstoßen“, zeigt sich Tobias Koch hocherfreut über die Idee einer Genussbrauerei.
Auf rund 2.000 Quadratmetern sollen eine Brauerei, Gastronomie und ein Biergarten mit bis zu 200 Plätzen entstehen. Auch eine Bühne für kulturelle Veranstaltungen ist geplant. „Ich gehe davon aus, dass der Kreis daran interessiert ist, dass diese Genussbrauerei nach Ahrensburg kommt“, ist Schumacher überzeugt. Im Gespräch mit den Politikern kritisierte der Biersommelier außerdem die Bürokratie, die Unternehmern wie Schumacher das Leben erschweren würde. „Der Kreis wirbt mit der Brauerei, aber wenn Fahrradfahrer hier herkommen, darf ich ihnen kein Bier ausschenken, weil ich keine Konzession habe. Das ist doch ein Paradoxum.“ Für die vier Feste im Jahr beantragt Schumacher Sondergenehmigungen, um den Gästen dann Grönwohlder Bier zapfen zu können. „Auch das habe ich mir erstritten“. Norbert Brackmann nahm diese und weitere Kritikpunkte auf: „Natürlich gehe ich jetzt nicht los und sage, in Grönwohld müssen wir das jetzt anders machen. Aber all diese Fakten werden gesammelt und bei entsprechender Gelegenheit vorgebracht.“
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