Hunde als Blutspender

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Astrid Ebert-Grundmann und ihr Mann, Klaus, mit Asco, Nike und den Spenderausweisen

Die Schäferhunde Asco und Nike retten operierten Artgenossen das Leben

Von Finn Fischer
Ratzbek Hunde als Lebensretter – das kommt vor. Doch was diese beiden Vierbeiner leisten, hat Seltenheitswert: Die Deutschen Schäferhunde Asco (4) und Nike (2) spenden regelmäßig Blut! Damit helfen sie kranken oder verunglückten Artgenossen, denen eine Operation bevorsteht.
„Alle drei Monate gehen wir mit den beiden zur Blutspende. Wenn es einen Notfall gibt, werden wir aber auch von der Klinik angerufen. Dann kommen wir sofort“, sagt Klaus Grundmann. „Das ist für uns schon selbstverständlich. Auch unseren Hunden könnte mal etwas passieren und wären dann auf eine Blutspende angewiesen“, sagt seine Frau Astrid Ebert-Grundmann.
Das Ratzbeker Ehepaar erfuhr von der Möglichkeit der Hunde-Blutspende durch einen TV-Beitrag über eine Norderstedter Tierklinik.
„Bis dahin wussten wir nicht, dass Hunde und auch Katzen Blut spenden können“, so Klaus Grundmann. Gleich am nächsten Tag hatte er bei der Klinik angerufen und einen Termin abgemacht. Seitdem besitzen die beiden Schäferhunde des Ehepaars Blutspende-Ausweise, haben seit 2012 insgesamt schon 4,5 Liter Blut gespendet. Bei jeder Sitzung lassen die Tiere einen halben Liter. „Wir haben dann erfahren, dass die erste Spende von Asco gleich einem anderen Hund das Leben gerettet hat. Das ist schon ein tolles Gefühl“, berichtet Astrid Ebert-Grundmann stolz.
Wenn sie anderen Hundehaltern von den tierischen Blutspenden erzählen, ernten sie nicht selten ungläubige Blicke. Die Blutspende bei der Tierklinik Norderstedt läuft unter der Aktion „Pfoten drauf! Wir spenden Blut“ und ist kostenlos. Es gibt eine Aufwandsentschädigung von 15 Euro, einen freien Gesundheitscheck, ein Blutbild und einen Sack Futter. Nach der Spende erhalten die Tiere einen Napf Feuchtfutter zur Stärkung. Den Tieren macht die Aktion offensichtlich Spaß. Astrid Ebert-Grundmann: „Unser Asco freut sich immer auf den Tierarzt. Er springt sogar freiwillig auf dessen Tisch. Nike ist da ein bisschen zurückhalterner, lässt die Prozedur aber auch über sich ergehen.“ Drei Monate müssen sich die Hunde zwischen den Terminen erholen.
Klaus Grundmann hofft, dass sich noch mehr Hundebesitzer finden, die durch eine Blutspende ihres Tier einem anderen vielleicht das Leben retten.
blutspende-tierklinik-norderstedt.de
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