Ideen für Trittaus neue Mitte

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Walter Nussel vor einem der Vorschläge für den neuen Ortskern

Zukünftige Städtebauer stellten der Verwaltung ihre Entwürfe vor

Trittau. Viel Grün in Form von Platanen auf dem Europaplatz und darin integrierte Wasserläufe: So stellte sich einer der Studenten der Fachhochschule Lübeck die Neugestaltung der Trittauer Ortsmitte vor. Insgesamt sechs angehende Städtebauer präsentierten vergangene Woche den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses drei Entwürfe.

Frischer Blick auf den Ortskern

„Wir wollten einen frischen Blick auf unsere Ortsmitte haben und das ist den jungen, kommenden Architekten gut gelungen“, sagte Bürgermeister Nussel. Einschränkungen bei ihren Planungen gab es nur wenige, lediglich das historische Bürgerhaus sollte unangetastet bleiben, ansonsten wurde den Studenten volle kreative Freiheit eingeräumt. Neu gestaltet werden sollten eine drei Hektar große Fläche mit Campe-Halle und das Verwaltungsgebäude. Studentin Wiebke Papke verfasste gleich ihre Bachelorarbeit zu dem Thema. Mit weitläufigen Grünflächen, die auch für Fußgänger benutzbar sein sollen und der Reduktion des Straßenverkehrs soll die Ortsmitte beruhigt werden. Dies könne zum Beispiel mit einer Tiefgarage und ausreichend Fahrradparkplätzen realisiert werden.

„Einiges davon ist gar nicht so utopisch“ Walter Nussel

„Da ist einiges davon gar nicht so utopisch, das könnten wir uns für Trittau durchaus vorstellen“, sagte Fachdienstleiter Thorsten Tenzer und lobte die Arbeit der Absolventin. Die Notwendigkeit einer Zukunftsplanung ist für Bürgermeister Nussel durchaus gegeben. „Wir sind eine wachsende Gemeinde und müssen uns ständig überlegen, was wir anders und besser machen können. Es muss nicht sofort passieren, aber mittelfristig muss etwas getan werden“. Eine komplette Neugestaltung der Ortsmitte würde laut Nussel etwa zwei Millionen kosten. Nicht alle Modernisierungsmaßnahmen müssten sofort erfolgen, aber: „Wenn wir es etappenweise bauen, würde es finanziell hinhauen“.
Die Entwürfe der Studenten, die eine Aufwandsentschädigung erhielten, werden demnächst öffentlich ausgestellt. Als ein Nebenprojekt wurde ebenso der Alte Markt neu konzipiert, ein Student entwickelte dabei einen Entwurf, der ein Einkaufszentrum mitsamt Tiefgaragen vorsieht. Manche Resultate gerieten aber auch mehrere Nummern zu groß für die Stormarner Gemeinde mit 8.000 Einwohnern. So stellte sich ein angehender Städtebauer den Europaplatz als eine breit angelegte Fläche, ähnlich der Magellanterrassen in Hamburg vor. Bei aller Begeisterung für die Vielzahl von Ideen, blieb Walter Nussel da realistisch: „Das würde wohl eher in die Hauptstadt passen, abgesehen davon ist es auch finanziell nicht realisierbar.“ (cy)
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