Jacken und Jeans für Jeden

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Petra Lonn (v.l.), Claudia Girnuweit, Martha Boll, Margret Ehrigsen, Ursula Meyer (DRK), Amtsvorsteher Ulrich Borngräber und Ursula Assmann (stv. Vorsitzende der Trittauer Tafel) vor der Kleiderkammer Foto: bm

Kleiderkammer für Bedürftige offen: Projekt des DRK und der Tafel geglückt

Trittau Ab sofort gibt es auch in der Gemeinde eine Kleiderkammer. Das Projekt, betrieben von der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Trittauer Tafel, wurde in der vergangenen Woche offiziell eröffnet. Ein Ausgabetag fand bereits statt. Etwa 30 Bedürftige seien laut Ursula Meyer, die die Kleiderkammer leitet, an die Großenseer Straße gekommen, um sich mit warmen Wintersachen einzudecken.
Auch die Bürger waren sehr hilfsbereit und brachten so viel Kleidung vorbei, dass die Helfer anfangs gar nicht wussten, wie sie die vielen Jeans, Jacken oder Schuhe bis zum Ausgabetag einsortieren sollen. „Die Spendenbereitschaft war sehr hoch“, konstatiert Ursula Meyer, stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins.
Ursula Meyer konnte zwölf ehrenamtliche Helfer gewinnen, darunter einen Mann. Sie sortieren nun, räumen die Regale ein und helfen bei der Ausgabe. Im Container hinter dem Tafelgebäude an der Großenseer Straße gibt es Bekleidung für Frauen und Kinder sowie Bettwäsche und Handtücher, im Tafelhaus werden die Herren mit Kleidung versorgt.
Die Kleiderkammer gab es in den 80er-Jahren schon einmal in Trittau. Jetzt kommt angesichts des wachsenden Flüchtlingsstroms die Kooperation mit der Tafel zur rechten Zeit. „Aber die Kleiderkammer ist nicht nur für Flüchtlinge da, es gibt auch andere Bedürftige“, betont Meyer. Die Ausgabe der Kleidung ist kostenlos. Das DRK freut sich aber über kleine Spenden ins Sparschwein. Ursula Meyer bittet alle Helfer nochmals darum, derzeit nur Wintersachen zu bringen, die sauber sind. Kriterium sollte sein, ob man es selbst noch anziehen würde.
Amtsvorsteher Ulrich Borngräber lobte die gute Zusammenarbeit der beiden Institutionen: „Die Verwaltung bringt die Leute unter und versorgt sie mit Geld. Was hier ehrenamtlich geleistet wird, ist beachtlich“. Das Gelände der Tafel gehört dem Amt Trittau, die es auch für den Container vorbereitete. Ausgabe ist jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat, jeweils von 10 bis 12 Uhr. Spenden für den Nikolausmarkt der Trittauer Tafel werden zu den Öffnungszeiten der Tafel mittwochs von 15.30 bis 16 Uhr und donnerstags von 11.30 bis 12.30 Uhr angenommen. Derzeit werden 169 Asylanten und 29 bereits anerkannte Flüchtlinge im Amt Trittau betreut. Das Problem: Auch die Personen mit dem Status „anerkannt“, bleiben zunächst in den Wohnungen. Sie dürften zwar umziehen, haben aber noch keine Arbeit. Finanziell werden sie vom Jobcenter unterstützt, für das Amt gelten sie als Obdachlose. Daher ist die Wohnungssuche weiterhin brandaktuell. (bm)
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