Jeder Dritte über 60

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Christof Schneider zeigt den Senioren-Wegweiser

Ahrensburg profitiert vom Seniorenbeirat

Ahrensburg. „Wir haben ein breites Angebot für Senioren, in den Vereinen und im Peter-Rantzau-Haus“, sagt Christof Schneider, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Wie die anderen 14 Mitglieder arbeitet er ehrenamtlich für die Belange und Interessen der älteren Mitbürger.
„Wir vertreten überparteilich die Interessen der älteren Menschen gegenüber der Öffentlichkeit und den politisch Handelnden der Stadtverwaltung“, sagt Schneider. In Ahrensburg sind ein Drittel der Bewohner über 60 Jahre alt. „Wir werden von den über 60-Jährigen direkt gewählt und zwar ausschließlich per Briefwahl“, erklärt Schneider. „Das sind knapp 10.000 Wahlberechtigte.“ Aber nur 3405 Ahrensburger beteiligten sich.
Der Seniorenbeirat berät, nimmt Stellung und stellt Anträge für verschiedene Themen in der Stadtverordnetenversammlung. Außerdem können Bürger mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr zu einer Sprechstunde ins Rathaus (Erdgeschoss, Zimmer 30) kommen, die Schneider und die anderen 14 Beiratsmitglieder abwechselnd betreuen. „Wir hören zu, informieren und beraten“, sagt Schneider. Im Jahresdurchschnitt nutzen drei Senioren jeden Mittwoch dieses Angebot. „Es könnten mehr sein, aber viele kennen diese Möglichkeit gar nicht“, sagt Schneider. In der Beratung geht es um tägliche Probleme der Senioren in der Stadt, um Stolperfallen, zu enge Radwege, Schlaglöcher oder das für ältere Menschen mit einem Rollator schwer zu bewältigende Kopfsteinpflaster. „Häufig kann dann durch unser Mitwirken schnell und unbürokratisch geholfen werden“, sagt Schneider. So werden einige Anliegen gleich an die Bauabteilung weitergegeben, die dann die Stolperfallen beseitigt. Aber es geht in den Beratungen auch um Betreuungsvollmachten, die Patientenverfügung oder den Seniorenpass für Notfälle. In diesem sind die Blutgruppe, Medikamente, die eingenommen werden, ebenso notiert wie Angehörige, die im Notfall zu benachrichtigen sind.
„Wir geben überdies Broschüren aus und verweisen auch weiter an verschiedene Institutionen, wir geben jedoch keine rechtsverbindlichen Auskünfte“, sagt Christof Schneider. Eine der hilfreichen Broschüren, die der Seniorenbeirat erarbeitet hat, ist der Senioren-Wegweiser. Auf 30 Seiten sind kompakt und übersichtlich Tipps und nützliche Adressen und Anlaufstellen zu finden über seniorenrelevante Themen und Angebote der Vereine. Die Broschüre, die bereits in der dritten Auflage erschienen ist, wurde an alle 6500 Seniorenhaushalte der Stadt verteilt. Das Thema Busbegleitung vor allem für Senioren mit Rollator ist dem Seniorenbeirat ein dringendes Anliegen. „Vor Jahren waren Ein-Euro-Jobber als Busbegleiter tätig, eine Maßnahme, die dann allerdings wieder abgeschafft wurde. Der Beirat fordert daher, dass bei der nächsten Ausschreibung für bestimmte Strecken und Zeiten Busbegleiter eingeführt und auch gleich in den Tarif eingerechnet werden – vor allem für die Linien, die Altenheime anfahren.“
Christof Schneider (70), Vorsitzender des Seniorenbeirates, arbeitete bereits als Schüler ehrenamtlich in der Bücherei, später beim Päckchenpacken für bedürftige Menschen. Zwölf Jahre lang war er zudem als Stadtverordneter in Ahrensburg tätig. Sein Fazit: „Meckern allein gilt nicht. Man muss etwas tun.“ (cs)

Sie ist aber auch im Rathaus erhältlich (Seniorenarbeit, Imke Bär,
Tel.: 04102/7 72 65)
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