Jonas zieht es weltwärts

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Jonas Laur aus Brunsbek bricht nach dem Abitur in ein ganz anderes Leben auf: In Bolivien arbeitet er in einem Friedensprojekt mit Kindern und Jugendlichen Foto: Maurer

Junger Mann aus Brunsbek verbringt ein Auslandsjahr in Bolivien

Von Birgit Maurer
Jonas Laur zieht es nach Bolivien. Der junge Mann hat bald sein Abi in der Tasche und geht im August auf Friedensmission nach Bolivien mit dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst „Eirene“ und der Organisation „Weltwärts“. „Ich wollte vor dem Studium noch einmal über den Horizont hinausblicken, andere Kulturen entdecken, Zusammenhänge verstehen, in einem Entwicklungsland arbeiten, ehrenamtlich helfen“, erklärt der Brunsbeker.

Schon in seiner Schulzeit waren seine ehrenamtlichen Funktionen vielfältig: Mitglied in der Landesschülervertretung, Konfliktlotse und Gewaltprävention an seiner Schule, dem Gymnasium Trittau, Organisator von „Schüler helfen Leben“ sowie Mitglied der Jugendfeuerwehr in Langelohe. Mit der Schule war er in der Partnerschule in Tansania, privat bereiste er Mazedonien, immer mit dem Hintergrund des politisch Interessierten.
„Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas. Viele assoziieren es mit Drogen und Waffen und vergessen, welche tollen Kulturen und Natur es dort gibt“, sagt Jonas. In El Alto nahe La Paz wird er mit Kindern ab Grundschulalter und Jugendlichen im Jugendzentrum „Chasqui“ arbeiten. „Es geht um ein Friedensprojekt mit Kindern und Jugendlichen. Sie sollen lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Außerdem werden Musik-, Sport- und Theaterprojekte angeboten“, berichtet der Abiturient.

Der Alltag der Kinder steht dazu im krassen Kontrast: „Es gibt in Bolivien zum Beispiel das Recht zu arbeiten für jedes Kind ab zehn Jahren“, erzählt Jonas. Viele Straßenkinder, die zum Beispiel als Schuhputzer arbeiten, vermummen sich dabei, weil sie sich schämen. Kinderarbeit, Armut und Korruption sind an der Tagesordnung, die politische Lage ist eher instabil. Das alles schreckt Jonas nicht. „Ich habe von meiner Vorgängerin gehört, dass es sich auch in El Alto gut leben lässt. Natürlich muss man aus seiner Komfortzone raus. Aber immerhin gibt es in dem Projekt fließend Wasser, nicht in jedem Haushalt selbstverständlich.“

Sein künftiger Lebensmittelpunkt liegt vorerst auf der Hochebene in 4000 Metern. Dort ist es eher kühl. Nach der Zeit in El Alto will Jonas Politikwissenschaft, soziale Unternehmensführung und Journalismus studieren – das ist bisher sein fester Plan. Das Konzept von „weltwärts“ ist Teil der Entwicklungspolitik des Bundesministeriums für Entwicklung. „Eirene“ eine der ausführenden Organisationen. Jeder Ehrenamtler ist auf Unterstützer angewiesen, die durch Spenden seine Arbeit finanzieren. Die Unterstützer erhalten regelmäßige Informationen und selbstverständlich auch eine Spendenbescheinigung.
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