Kampf um den See

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Der Großensee und die kleine Insel gelten nach EU-Richtlinien als schutzwürdig Fotos: fp

Großensee steht zum Verkauf. Gemeinde bietet mit

Großensee. Etwa 50 Großenseer waren am vergangenen Donnerstag zu einer außerplanmäßigen Gemeindevertreter-Versammlung erschienen. Thema war der Poker um den Großensee. Die Hansestadt Hamburg will sich von dem 75 Hektar großen See trennen (wir berichteten). Mit dem Verkauf wurde das Hamburger Immobilien-Unternehmen PMC beauftragt, das den See und die Insel für 1,115 Millionen Euro verkaufen soll. Zwei private Bieter sind angeblich interessiert.
Wird der Großensee dann eingezäunt? Nicht nur Großenseer, sondern auch Großensee-Fans, wie eine Triathletin aus Hamburg befürchten das. Viele sind sogar bereit, die Gemeinde finanziell unterstützen, um eine Umzäunung zu verhindern. „Wir werden um den See kämpfen“, bekräftigte Bürgermeister Lindemann-Eggers. Einstimmig wurde von der Gemeindevertretung ein Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Der B-Plan 19 wird den jetzigen Nutzungsstand für drei Jahre festschreiben. Damit will die Gemeinde privaten Investoren „die Suppe versalzen“. Außerdem wurde ein Vorkaufsrecht für den See erworben. Die Großenseer hoffen nun stark, dass das Gebot der Gemeinde passt. Über seine Höhe und wie es finanziert werden kann, diskutierten die Gemeindevertreter lange im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. „Die Summe werden wir heute nicht verraten“, erklärte Bürgermeister Lindemann-Eggers. „Denn wenn die Summe bekannt ist, können wir sofort überboten werden.“ Bis zum 26. September müssen die Bieter ihr Gebot abgeben. (fp)
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