Katastrophenschutzzentrum eingeweiht

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Symbolische Schlüsselübergabe: ASB-Einheitsführer Christian Brand (v.l.), Kreisbaudirektor Klaus Kucinski, Architekt Kai Krümmel, ASB-Vorsitzender Hans-Joachim Leupelt, Landrat Klaus Plöger. Foto: jae

Landrat übergab die Schlüssel, Baukosten betrugen drei Millionen Euro

Bad Oldesloe. Als Landrat Klaus Plöger bei der feierlichen Einweihung des neuen Zentrums für den Katastrophenschutz in Bad Oldesloe den Schlüssel an die Führungskräfte des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) übergab, sagte er: „Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Gebäude bar bezahlen können.“
Drei Millionen Euro zahlt der Kreis dafür. Die Stimmung war gut, dennoch gab es auch Kritik. Und die richtete sich an die Adresse der Deutschen Telekom.
„Telefon und Fax funktionieren immer noch nicht“, klagte Folke Achterberg, der Technische Leiter des ASB mit 100 ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Seit sechs Wochen wusste die Telekom Bescheid, aber immer wieder wurden wir vertröstet. Zuletzt hieß es, dass innerhalb der nächsten 14 Tage alles funktionieren würde, aber ich glaube nicht daran.“ Die Sicherheit sei jedoch jederzeit gewährleistet.
Auch die Hamburger Baufirma steht in der Schusslinie.
Obwohl sich die Kreisverantwortlichen bemühen, keinen gerichtlichen Streit mit Projektbau Depenbrock aufkommen zu lassen, kündigte Klaus Kucinski, der im Kreishaus den Fachbereich Bauen, Umwelt und Verkehr leitet, an: „Wir zahlen nur die berechtigten Mehrkosten, nicht mehr.“
Landrat Klaus Plöger sagte wie stets deutlich seine Meinung: „Wir möchten nicht abgezockt werden. In einem solchen Fall würden wir komisch werden. Wir sind faire Kaufleute, schauen genau hin.“ Das neue Katastrophenschutzzentrum hat viel zu bieten. Hier sind auf 4000 Quadratmetern 19 Stellplätze, eine Waschhalle, eine Materialschleuse, viele Lagermöglichkeiten sowie Umkleide- und Sozialräume vorhanden.
Weil der Kampfmittelräumdienst den Boden der Baustelle nach Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg durchsuchen musste, das war nicht geplant gewesen, hat Depenbrock unter Hinweis auf Mehraufwand einen Mehrkostenantrag gestellt. Dies wird seit einigen Wochen intensiv geprüft.
Die Qualität des Gebäudes und der Zeitpunkt der Fertigstellung hätten, so Kucinski, aber nicht gelitten. Die bautechnische Abnahme des Gebäudes in der Turmstraße erfolgte am 12. Oktober. Die Sanitätseinheiten und die Betreuungsgruppe des Katastrophenschutzes haben die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge und Ausstattung adäquat unterzubringen. Das alte Gebäude („Eine Kriegsruine“, so Landrat Plöger) war im Frühjahr 2011 abgerissen worden. (jae)
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