Kein Anlass zur Sorge

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Klaus Plöger, Landrat des Kreises Stormarn, im Gespräch. Foto: hfr

Klaus Plöger beantwortet Fragen zur Geflügelinfluenza

WB: Welche Auswirkungen hat der Seuchenausbruch auf die Stormarner oder ihre Tiere?
Klaus Plöger: Keine, es sei denn, ich bin Geflügelhalter im Sperrgebiet (Das Sperrgebiet umfasst Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsbetrieb in Tangstedt).
WB: Welche Erkrankung ist festgestellt worden?
Plöger: Es ist kein Tier erkrankt. Es wurde lediglich bei einigen Gänsen bei einer routinemäßigen Laboruntersuchung das Virus der gering ansteckenden Form der Geflügelinfluenza festgestellt.
WB: Warum wird trotzdem getötet?
Plöger: Es besteht die Gefahr, dass sich das Virus im Laufe der Zeit verändert (mutiert) und zu der gefährlichen hoch ansteckenden Form entwickelt. Daher wird dem Virus durch die Tötung seiner Wirtstiere die Vermehrung und Veränderung unmöglich gemacht.
WB: Welche Maßnahmen haben die Behörden ergriffen?
Plöger: Der betroffene Bestand wurde gesperrt, das Geflügel dort getötet und unschädlich beseitigt. Die Stallungen wurden desinfiziert. Geflügelhalter im Sperrgebiet müssen sich beim Fachdienst Recht und Veterinärwesen des Kreises Stormarn melden. Es wurde bereits Kontakt zu dem einen dort bekannten Geflügelhalter aufgenommen.
WB: Wie haben sich die Tiere angesteckt?
Plöger: Wahrscheinlich durch Kontakt mit Wildgänsen.
WB: Kann man noch Geflügel oder Eier essen?
Plöger: Ja. Es besteht keine erhöhte Gefahr für den Menschen, der Umgang mit Geflügel oder Geflügelprodukten muss sich nicht ändern (Gründliche Hände- und Materialreinigung nach Umgang mit rohem Geflügelfleisch).
WB: Besteht eine Gefahr der Ansteckung für Haustiere?
Plöger: Nein. Bei der festgestellten gering ansteckenden Variante des Virus besteht auch für Haustiere keine Gefahr der Ansteckung.
WB: Was müssen Halter von Vögeln beachten?
Plöger: Es besteht für Geflügelhalter außerhalb des Sperrgebiets keine Veranlassung zur Sorge oder zu einem besonderen Verhalten.
WB: Sollte jemand einen einen toten Vogel finden, was soll er machen?
Plöger: Sie können damit verfahren wie sonst auch. Die Gefahr hat sich nicht verändert. Also in der Natur oder im Garten den Vogel liegen lassen oder das Tier mit umgekrempelter Plastiktüte aufnehmen und mit der Plastiktüte in den Hausmüll geben. (hfr)
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