Kinder an die Macht

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Romina Hertz vom Stadtjugendring, Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirats Yannick Klix und Hauke Schmidt von der Stadtverwaltung (v.l.) mit einem der insgesamt fünf Spielplatz-Modelle Foto: Fischer

Nachwuchs plant Neugestaltung des maroden Spielplatzes

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Seine besten Zeiten hat er bereits hinter sich: Vor 15 Jahren wurde der Spielplatz Ahrensburger Kamp eröffnet. In den vergangenen Jahren mussten mehrere Geräte abgebaut werden. Sie waren zu marode und gefährlich. Das soll sich nun ändern. Für 80.000 Euro wird der Spielplatz saniert. Die Summe hatte der Kinder- und Jugendbeirat (KiJuB) beantragt, um den Spielplatz endlich wieder benutzerfreundlich zu gestalten. „Die Lokalpolitik hat bereits grünes Licht gegeben“, sagt Beiratsvorsitzender Yannick Klix. Nur noch – und davon ist auszugehen – das Land muss zustimmen. „Das ist dringend nötig“, sagt Romina Hertz, pädagogische Geschäftsführerin beim Stadtjugendring. Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbeirat und der Stadtverwaltung organisierte sie nun eine Beteiligungswerkstatt auf dem Gelände mitten im Ahrensburger Redder. „Die Experten waren heute hier die Kinder“, sagt Romina Hertz. Rund 30 junge Spielplatznutzer samt Eltern waren gekommen, um Ideen einzubringen. Nach einem Rundgang und einer gemeinsamen Begutachtung der in die Jahre gekommenen Spielgeräte erarbeiteten fünf Arbeitsgruppen kleine Modelle und Wunschlisten, wie der Spielplatz einmal aussehen könnte. KiJuB-Mitglieder erstellen nun eine Top-Ten-Liste, die später an den Landschaftsarchitekten zur Berücksichtigung übergeben wird. Die ist keineswegs nur eine Empfehlung. „Der Entwurf mit den Neugestaltungen wird den Kindern in einem weiteren Workshop vorgelegt“, sagt Hauke Schmidt vom Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung. Fest steht schon jetzt: Nicht alle Geräte werden dabei abgerissen. Etwa die Wasserspielanlage, die Hauptattraktion, bleibt erhalten. Nach der endgültigen Bewilligung der Mittel folgt eine Ausschreibung. „Bereits im September soll mit dem Bau begonnen werden“, sagt Schmidt. Bei öffentlichen Projekten, die vor allem Kinder betreffen, ist es in Ahrensburg bereits die Regel, nicht an den Nutzern vorbei zu planen. Erst im Dezember hatte es bei der Planung des Spielplatzes am Erlenhof ein ähnliches Beteiligungsverfahren gegeben. Gleiches ist für das nächste größere Projekt, die Neugestaltung des Pausenhofes an der Schule am Schloss angedacht.
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