Kinderstadt „Stormini“ wieder voller Erfolg

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Die Bewohner des Zeltes „Unnerrocken“ mit ihren zwei Betreuerinnen Tonka und Annabel (hinten) Foto: Bandemer

250 Teilnehmer sind begeistert von der schönsten Stadt der Welt

Von Stella Bandemer
Trittau
Die neunjährige Ayleen muss nicht lange nachdenken, bis sie weiß, was die schönsten Erlebnisse beim Planspiel „Stormini“ in Trittau waren. „Ich durfte bis
22 Uhr aufbleiben. Und ich war Fernsehreporterin“, sagt Ayleen freudig. Maya (12), Carlotta (11) und Ayleen haben sich im Camp kennengelernt, als sie gemeinsam mit rund 250 anderen Kindern im Alter von neun bis 13 Jahren in die Kinderstadt „Stormini“ auf dem Gelände des Schul- und Sportzentrums zogen. Bereits nach wenigen Tagen sind die Drei gute Freundinnen geworden. Bei „Stormini“ haben sie fünf Tage lang selbst gearbeitet und Geld verdient. Und gemeinsam im Zelt „Unnerrocken“ gewohnt. „Wir haben jeden Tag vier Stunden in zwei unterschiedlichen Berufen gearbeitet“, sagt Carlotta. Ob als Radiomoderator, Friseur, Schlosser, Designer oder Forscher. In „Stormini“ gab es viele verschiedene Jobmöglichkeiten. Die Kinder bekamen dafür auch Gehalt, in „Stormark,“, der Währung in der Kinderstadt. Das Planspiel gibt es bereits seit 2008 und hat zum Ziel, den Kindern schwer greifbare Prozesse wie Demokratie, Arbeitsmarkt, Marktwirtschaft und Geldverkehr spielerisch näher zu bringen. Sogar heiraten konnten die Teilnehmer von „Stormini“. „Es wurden insgesamt 21 Ehen geschlossen“, sagt Ansgar Büter-Menke, „Stormini“-Hauptkoordinator vom Kreisjugendring Stormarn. Ernährung, Bewegung und Entspannung – das waren die drei thematischen Schwerpunkte. Die Kinder kreierten auch ein eigenes Kochbuch. Zur Bürgermeisterin wählte das Parlament von „Stormini“ die 13-jährige Amira aus Ahrensburg.

Das Schlimmste war der Abschied vom Dorf


Mehr als 170 ehrenamtliche Betreuer kümmerten sich um die Teilnehmer. „Alle sind hier so offen und aufgeschlossen und auch die Stimmung ist super“, schwärmt Betreuerin Sarah (17). Auch Shafia (16), Niclas (21), und Lukas (15)unterstützen „Stormini“ als Betreuer. Dass der Zusammenhalt in der Kinderstadt sehr groß ist, wurde auch klar, als ein spontaner Flashmob organsiert wurde und alle Kinder begeistert „,Stormini‘ ist die schönste Stadt der Welt“ sangen. Der Abschied ist wohl das Schlimmste an „Stormini“ – da sind sich die Teilnehmer einig. Aber schon im nächsten Jahr öffnet die Kinderstadt wieder ihre Pforten.
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