Kirsten Martensen ist gestorben

Anzeige
Die Intendantin des Kleinen Theaters, Kirsten Martensen, verstarb am Wochenende Foto: cs

Bargteheide trauert um die Intendantin des Kleinen Theaters

Bargteheide. Wer sie erlebt hat, der wurde sofort gefangengenommen von ihrer offenen Art, ihrer Herzlichkeit und ihrem unbändigen Tatendrang. Für Kirsten Martensen gab es kein „es geht nicht“, auch wenn der Weg noch so steinig war, sie hat es stets geschafft, ihm etwas Positives abzugewinnen. Nun ist ihr Weg zu Ende. Im Alter von 72 Jahren ist Theater-
intendantin Kirsten Martensen am vergangenen Wochenende in der Universitätsklinik in Kiel an einer Lungenembolie gestorben.
Ihr Leben waren die Inszenierungen auf der Bühne. Vom Weihnachtsmärchen bis hin zur Oldie-Gala: Was der Feder von Kirsten Martensen entsprang, war stets liebevoll, gespickt mit Charme und zeitgenössischem Witz. Generationen von Menschen, vom Enkelkind bis zum Opa, hat sie mit ihren Stücken ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ihr Tod ist ein großer Verlust, für ihre Kinder und Enkel, aber auch für Bargteheides Kulturlandschaft. Seit Kirsten Martensen das Theater Anfang der 90er-Jahre übernahm, hat sie es nach und nach zu einem ausgezeichneten Ort der Kultur und einer Talentschmiede für nationale und internationale Filmschaffende gemacht.
Immer wieder hat sie es durch ihr großes Engagement geschafft, prominente Künstler wie Ulrich Tukur, Konstantin Wecker oder Dominique Horwitz auf die Bühne des Kleinen Theaters zu holen. Sie kamen stets gern, waren immer angetan von diesem besonderen Flair, den das Haus umgab. Für ihr herausragendes Kinoprogramm wurde Kirsten Martensen mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. 2006 bekam sie vom damaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen das Bundesverdienstkreuz überreicht.
Doch die Preise und Auszeichnungen waren es nicht, die sie immer wieder antrieben, Neues zu versuchen. Ihre Liebe galt den Geschichten und dem, was die Erzählungen in ihren Zuschauern auslösen. Sie wollte bewegen, begeistern, zum Nachdenken anregen und den Menschen eine besondere Wärme in ihren Alltag zaubern. Ihre Kreativität und die Liebe zur Theaterarbeit, gerade mit Kindern, waren stets ihr Motor. Kirsten Martensen war eine Theaterfrau durch und durch.
Wie es nun mit dem Kleinen Theater weitergeht, ist noch offen. „Wir werden versuchen, die geplanten Weihnachtsmärchen auf die Bühne zu bringen. Das wäre auch ganz in Kirstens Sinne gewesen“, sagte Maren Kröger, die kaufmännische Leiterin des Theaters und ihre gute Freundin. Kirsten Martensen hinterlässt eine Lücke, und das Kleine Theater wird ohne sie ein Anderes sein. (cs)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige