Kleine Kunstwerke mit Nadel und Faden

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Beatrice Derner bietet Nähkurse an der Trittauer Volkhochschule an Foto: wb

Nähkurse bei Beatrice Derner sind sehr beliebt. Nächster Termin im Juni

Trittau Die Nähmaschine rattert. Beatrice Derner schaut konzentriert auf ihre Arbeit. Unter der flinken Nadel entsteht eine Mütze aus rot-weißgestreiften Stoff. „Das ist ein altes T-Shirt meiner Tochter“ erklärt die Trittauerin. Ihre Technik nennt sie „Upcycling“. Aus alten Jeans, T-Shirts oder anderen Kleidungsstücken macht die Trittaueren etwas ganz Neues. Die gelernte Schneiderin lebt seit fünf Jahren mit ihrer Familie in Trittau, hat zudem eine Zusatzausbildung zur Schnittmusterherstellerin. Ihre Kurse an der Volkshochschule Trittau sind gut besucht. Das Semester hat gerade begonnen, drei der vier Angebote sind bereits ausgebucht. Freie Plätze gibt es noch beim Workshop „Nähen bis die Nadel glüht“. Start: Sonnabend, 6. Juni, 10 Uhr. Die Gebühr für die sieben bis acht Termine beträgt 28 Euro, Anmeldungen unter www. vhs-trittau.de
Selbermachen scheint immer beliebter zu werden. VHS-Leiterin Petra Luck sagt: „Kreativkurse wie Kochen, Stricken und Nähen sind ganz schnell ausgebucht.“ Sie glaubt, dass die Menschen kreativer sein wollen. „Und das gern mit anderen in Gemeinschaft.“ Das bestätigt auch Beatrice Derner, die sich über den starken Zulauf ihrer Angebote freut, aber auch sagt: „Mehr geht leider nicht, da ich berufstätig bin und auch für meine Familie da sein möchte.“ Die Trittauerin ist hauptberuflich in der Buchhaltung einer Hamburger Firma tätig, ihre Nebenbeschäftigung ist da ein toller Ausgleich. „Es entstehen immer tolle Gruppen und so manche Teilnehmerin meldet sich immer wieder an.“ Selbst Anfänger haben im Basiskurs bereits am ersten Abend ein Teil geschneidert und können stolz mit einem Werkstück nach Hause gehen. Bei den Fortgeschrittenen näht jede Teilnehmerin, was sie möchte, je nach Leistungsstand. Mit Nadel und Faden zu arbeiten, braucht Geduld. Bei Handarbeiten können viele Menschen die unsichere Welt um sich vergessen und entspannen. Die Dozentin gewinnt selbst viel Inspiration in den Kursen. So tauschen sich die Teilnehmer über Nähtrends, Stoffe,
Bänder oder Borten aus.
Selbst ihre zehnjährige Tochter ist bereits infiziert. „Ihr erstes Werkstück ist eine Mütze. Nur meine Jüngste muss noch ein bisschen waren. Sie kommt noch nicht ans Nähmaschinenpedal“, sagt Beatrice Derner. (fp)
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