Konkrete Pläne für Discounter

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Entwurfansicht des geplanten Aldi-Marktes am Eilbergweg. Foto: pi
 
Bürgermeister Janhinnerk Voß möchte „keine Aldi-Kiste“, sondern eine ansprechende Lösung. Foto: pi

Großhansdorfer Bürgermeister will „vernünftige Einkaufsmöglichkeiten“ für alle

Von Halina Schmidt
GROßHANSDORF. Die Pläne werden immer konkreter: Bald soll eine Aldi-Filiale den jetzigen Rewe-Markt am Eilbergweg in Großhansdorf ersetzen. Doch bevor mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann, müssen zunächst noch wichtige Fragen geklärt werden.
Das Unternehmen hat die Grundstücke bereits gekauft, die Details bezüglich des Parkplatzes, der Verkaufsfläche und der Gestaltung des Platzes vor dem zukünftigen Aldi-Markt sind mit der Gemeinde abgesprochen und wurden in einem Bebauungsplan festgehalten. So soll der Kundenparkplatz mit circa 80 Stellplätzen links vom Gebäude entstehen und der Eingangsbereich des Supermarktes zweigeschossig gestaltet werden. Zudem soll das neue Gebäude von den übrigen Häusern ein Stück zurückversetzt werden und vor dem Eingangsbereich ein Vorplatz mit Bänken und Bepflanzungen entstehen, um den Kunden die Möglichkeit zu Unterhaltungen in ruhiger Atmosphäre zu bieten. Laut dem Großhansdorfer Bürgermeister Janhinnerk Voß sei das Ziel, nicht eine „Aldi-Kiste“ zu bauen, sondern eine „städtebaulich ansprechende Lösung“ für die Filiale zu finden.
Aber es sind noch einige Details zu klären, insbesondere stellt sich die Frage nach dem günstigsten Zufahrtsweg für den Kunden- und Lieferverkehr. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten: einmal die Zufahrt über den Neuen Postweg oder direkt über den Eilbergweg. Bei der Zufahrt über den Eilbergweg würde sich das Problem stellen, dass die Kunden und der Lieferverkehr den Fußgängerweg passieren müssten und somit die Passanten stören würden. Aber auch die zweite Möglichkeit, die Zufahrt über den Neuen Postweg, stellt die Planer vor Probleme. Zum einen wird der Neue Postweg auch von Kindern für ihren Schulweg zur Schule Wöhrendamm genutzt. Zum anderen würde diese Zufahrt zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen an der Ecke Schaapkamp, Eilbergweg, Neuer Postweg führen und somit wäre der Bau eines Kreisels oder eines Ampelsystems notwendig. Bürgermeister Janhinnerk Voß sagte hierzu, dass bei der Überprüfung der Nutzung des Neuen Postwegs als Schulweg festgestellt wurde, dass dieser nicht von so vielen Kinder genutzt werde, wie vorher gedacht. Deshalb würde vermutlich der Neue Postweg als Zufahrtsstraße zum Parkplatz des Aldi-Marktes favorisiert werden.
Im Vorfeld gab es aber auch Kritik aus den Reihen der Bürger. So wurde bezweifelt, dass neben dem bereits vorhandenen Penny-Markt und dem gerade im Bau befindlichen Edeka-Markt an der Hansdorfer Landstraße ein weiterer Discounter vonnöten sei. Bürgermeister Voß sagte hierzu: „Es gibt viele Menschen, die nach Ahrensburg zum Einkaufen fahren, aber es ist auch unser Ziel, für diejenigen vernünftige Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen, die nicht weit fahren wollen oder können.“ Zudem erklärte der Bürgermeister, dass seine Äußerung, Großhansdorf habe laut einer Untersuchung Platz für fünf Supermärkte, zu Missverständnissen geführt habe. Dies hieße nicht, dass die Ansiedlung von fünf Supermärkten beabsichtigt sei. Er hatte lediglich auf die Zahlen der Untersuchung verwiesen, um darauf aufmerksam zu machen, dass in Großhansdorf die Kaufkraft für die neue Aldi-Filiale bestehe. Die Bauarbeiten für den neuen Aldi-Markt sollen voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen.
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