Krass, diese Kürbisse!

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Lukas Adolf präsentiert stolz eines der Prachtexemplare, die auch schon mal 30 Kilogramm schwer werden können Fotos: msa

Exemplare wiegen bis zu 30 Kilo. Familie Adolf aus Braak bietet 120 Sorten

Von Michael Sakrzewski
Braak. Das Interesse an Kürbissen beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf Halloween. Die Nachfrage nach diesem sehr sortenreichen Gemüse steigt. Es wird in Schleswig-Holstein bereits auf mehr als 50 Hektar angebaut. So auch seit 15 Jahren auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb Adolf. In der vierten Generation gibt es hier neben Milchviehhaltung, Ackerbau, Kartoffel- und Zuckermaisanbau eben gut gewachsene Kürbisse. „Wir bieten in unserem Hofladen bis zu 120 verschiedene Kürbissorten an. Immer kommen neue Sorten dazu. Die Nachfrage ist sehr groß, das freut uns natürlich“, sagt Sylvia Adolf, die sich gemeinsam mit Sohn Lukas „rund um die Kürbisse“ kümmert. In diesem Jahr scheint die Ernte wegen des milden Maiwetters besonders ertragreich zu werden. Damit das heranreifende Gemüse nicht fault und später unbeschadet geerntet werden kann, werden die Pflanzen mit einer schwarzen Mulchfolie unterlegt – alles rein biologisch abbaubar.
Viele Sorten auf dem etwa zwei Hektar großen Anbaugebiet der Adolfs sind bereits „eingefahren“, müssen aber noch von Sandkrusten befreit, gewaschen und dann trocken eingelagert werden. Die Erntezeit geht, je nach Wetterlage, noch bis Ende Oktober. „Früher, als wir noch auf dem Hamburger Fischmarkt Zuckermais und Kartoffeln verkauft haben, lernte ich durch meine Mutter Zierkürbisse kennen. Als wir zufällig ein Stück Acker frei hatten, kam ich auf die Idee, dort Kürbisse anzupflanzen. Das ist jetzt über 20 Jahre her“, erzählt Sylvia Adolf, die sich in der Zwischenzeit zu einer Expertin entwickelt hat. Sie hat auch viele Rezeptideen - von „süß“ bis „herzhaft“ - die sie gern an Besucher weitergibt.
Bevor geerntet werden kann, gibt es viel Vorarbeit. Jedes Jahr zieht die Landwirtin in bis zu 2.300 Töpfen die Pflanzen im Gewächshaus vor, um sie dann nach den „Eisheiligen“ auf die Felder zu pflanzen – alles in mühevoller Handarbeit. Der Hofladen der Familie Adolf in Braak, der noch bis Ende Oktober geöffnet ist, bietet neben einer „Schnitzwerkstatt“ für Kinder und Eltern auch ein Sortiment an Kartoffeln, Zuckermais, Ölen und Kochbüchern an.
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